My Fluffy Turtle

Der Schildkrötenblog

26. Juni 2016
von Anika
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Zoobesuch: Burgers´Zoo

Heute waren wir im Burgers´ Zoo in Arnheim. Dort haben wir neben vielen anderen Tieren auch ein paar Schildkröten entdecken können, wenn auch nicht viele.

Im „Bush- Haus“ gab es große Köhlerschildkröten zu sehen. In den Niederlanden nennt man sie Kolenbranderschildpad. Eine hat uns ausgiebig angegähnt.

Kolenbranderschildpad

Im „Mangroven-Haus“ haben wir uns vor dem kurzen Unwetter versteckt und fanden dort zwei weitere Arten. Drei emyduren paddelten im Wasser umher und zwei saßen in ihrem Pool auf einer Insel, inmitten des Wasserschildkrötenbeckens.

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Bei den Gorillas wohnten ein paar Schmuckschildkröten im Wassergraben. Sicher wieder ausgesetzte Tiere.

Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es regnete nur als wir eigentlich schon durch waren. Durch die vielen Häuser (Bush, Mangrove, Desert, Ocean) wäre mehr Regen aber auch nicht so schlimm gewesen.

 

2. Juni 2016
von Anika
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Die Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V. mehr als nur ein Tierheim für Schildkröten

Heute möchte ich damit beginnen unterstützenswerte Vereine und Stationen vorzustellen. Den Anfang macht die Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V., in der ich ehrenamtlich tätig bin. In der Regel schreibe ich solche Texte zwar selbst, aber die erste Tierheimleiterin Barbara Klobusch, hat erst vor Kurzem einen so schönen und ausführlichen Text für das Begleitheft des 1. NRW Schildkrötenwochenendes verfasst, dass es eine Schande wäre ihn nicht zu verwenden. So können ihn auch Schildkrötenfreunde lesen, die es nicht zu der Veranstaltung geschafft haben und demnach kein Heft besitzen.
Schildkroetenauffangstation Dorsten e.V. Mai 2016
„Eigentlich begann die Liebe zu den Schildkröten vor nicht allzu langer Zeit – es ist ca. 20 Jahre her, als ich die erste Wasserschildkröte wegen Zeitmangel geschenkt bekommen habe… zu groß geworden für das Aquarium, der ständige Wasserwechsel viel zu aufwendig und der vorhandene Teich bei mir war ja vielleicht die optimale Lösung. Im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich nicht die Erfahrung machen können, dass genau diese Tiere für 5,00 DM damals in kleinen Plastikbechern samt Schwimminseln angeboten wurden. Also kam „Schildi“ zu mir und zog in unseren großen Gartenteich ein, verschwand und war nicht mehr zu sehen – mit meiner späteren Erkenntnis völlig klar – es war Herbst/Winter und die Dame schlief. Daher war die Freude groß, sie im Frühjahr wieder zu sehen. Und dann kamen die nächsten Tiere, weil ja viele Leute wussten: „Boah – Barbara hat einen großen Teich – dort leben die Lieblinge bestimmt besser als bei mir.“ So gingen viele Jahre ins Land. Ich nahm Wasserschildkröten auf, vermittelte diese an interessierte Halter – und achtete schon damals darauf, dass es ihnen in ihrem neuen Umfeld gut geht – und sie soweit es ging, artgerecht gehalten werden. Zudem kamen nunmehr auch die ersten Landschildkröten zu mir.
Die Informationen für eine artgerechte Haltung von Schildkröten waren damals ja noch recht spärlich und nur durch viele Recherchen und Nachfragen bei einigen Fachleuten konnte ich mein Wissen ausbauen. 2009 war dann der Zeitpunkt gekommen, um den Verein „Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V.“ zu gründen. Ausschlaggebend hierfür war eine Operation am offenen Panzer. Damals wurde ein Spielzeug aus dem Darm einer Testudo hermanni (griechische Landschildkröte) entfernt, indem der Panzer geöffnet werden musste.
Unsere Lokalzeitung brachte hierüber einen kleinen Beitrag – und dann war kein Halten mehr in Sicht: Am nächsten Tag türmten sich die Anfragen von weiteren Pressestellen, z.B. Bild-Zeitung, das Lokalfernsehen WDR berichtete über die Operation, – und das Telefon stand nicht mehr still. Es war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich diese massiven Anfragen bezüglich Aufnahmen/Vermittlungen, Anfragen wegen artgerechter Haltung etc. nicht mehr alleine stemmen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich keinen Überblick darüber, wie viele Menschen doch Schildkröten halten und vor allem für Informationen dankbar waren – bzw. wie viele Menschen nunmehr ihren Lieblingen eine neue artgerechte Haltung ermöglichen wollten. Wie gesagt: Juni 2009 fanden sich sieben Gründungsmitglieder ein, um den Verein zu gründen. Gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit wegen des Tierschutzes vom Finanzamt anerkannt und vom Veterinäramt die Tierheimanerkennung vergeben. Ebenfalls wurden wir dann noch Mitglied im Landestierschutzverband.
 schildkroetenauffangstation dorsten 3
Als wir dann noch im Gründungsjahr des Vereines 2009 bundesrepublikweit die erste große kontrollierte Überwinterungsmöglichkeit für Schildkröten anboten, war es endgültig um uns und unseren Verein geschehen. Die Firma Siemens hat uns 15 große Kühlschränke gesponsert, damit wir durch die professionelle und kontrollierte Überwinterung von Schildkröten Dritter unsere Kosten decken können. Danach folgten viele Presse- und Fernsehberichte über uns – wir wurden bekannter und größer. Somit folgten auch viele Sponsoren unserem ständigen Hilferuf, und viele weitere Mitglieder konnten gewonnen werden. Neben der Liebe zu den Tieren fanden gleichzeitig aber auch viele fleißige Hände den Weg zu uns – denn nur ein Team konnte nunmehr die viele Arbeit bewältigen – sei es die Tiere zu versorgen oder die überhäuften administrativen Leistungen abzuarbeiten. Im Jahre 2012 bekamen wir sogar eine Tierheimförderung vom Land Nordrhein- Westfalen in Höhe von 11.000 Euro, damit wir unsere Station ausbauen konnten.
Ich könnte jetzt noch so viel über unsere Station schreiben – aber das würde den Rahmen absolut sprengen … daher setze ich jetzt mal ein kurzes Fazit über die derzeitige Situation:
Mittlerweile können wir als Verein mehr als 120 Mitglieder verzeichnen und haben viele Sponsoren, die unsere Tätigkeit unterstützen. Insgesamt beherbergen wir dauernd ca. 120 Schildkröten hier auf Station, die ständig und je nach liquiden Mitteln weiter ausgebaut wird. Während der Hochsaison von April bis Oktober bieten wir neben den monatlichen Kräuterexkursionen, die zur artgerechten Ernährung von Schildkröten aufklären, auch viele Informationsgespräche an. Wöchentlich kommen bis zu 50 Besucher nach Terminabsprache zur Station – sei es um sich über die artgerechte Haltung zu informieren, ihre Lieblinge bis zur weiteren Vermittlung in guten Händen zu wissen oder sich in Schildkröten zu verlieben, um ihnen ein neues gutes zu Hause zu geben. Aber auch viele Kindergartenkinder sowie Grundschulen und auch viele behinderte Menschen besuchen unsere Station.
Seit Anfang/Mitte 2015 konnten wir nun auch den Zusammenschluss mit der IGSN (Interessengemeinschaft Schildkröten und Nachzucht e.V) sowie der Vive (Vivaristische Vereinigung e.V.) erzielen – welche alle das Ziel verfolgen, nicht nur die artgerechte Haltung von Schildkröten in den Vor-
dergrund zu stellen, sondern vor allem Aufklärung für exotischen Tiere anzubieten.
Mit dem Projekt „NRW-Schildkrötenwochenende“ wurde wiederum ein Meilenstein im Bereich der Aufklärung sowie Knüpfung neuer Schildkrötenliebhaber gesetzt. Daher bitten wir Sie weiterhin um Ihre Unterstützung – egal in welchem Bereich – egal ob Sie eine Patenschaft für eines unserer Tiere übernehmen wollen oder uns nur durch eine finanzielle Spende unterstützen – bitte helfen Sie uns und den Tieren für ein artgerechtes weiteres Leben. Ihre Barbara Klobusch“
Auch ich möchte noch kurz darum bitten, diese Station zu unterstützen. Barbara Klobusch hat zwar ein klasse Helferteam, welches sie liebendgern tatkräftig und ehrenamtlich unterstützt, aber dennoch sind wir u.a. auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Es ist also egal, ob man eine Mitgliedschaft für 15€ beantragt, bei Veranstaltungen und Umbauarbeiten vor Ort hilft oder Geld- und Sachspenden zur Verfügung stellt. Jeder Beitrag hilft uns, die Schildkröten zu versorgen, uns an Artenschutzprojekten zu beteiligen oder Aufklärungsarbeit zu leisten, um die Schildkrötenhaltung nachhaltig zu verbessern. Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, damit es vielen Schildkröten hoffentlich bald besser ergeht. Es lohnt sich. 🙂
Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht

Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht

29. Mai 2016
von Anika
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Das 1. NRW-Schildkrötenwochenende in Dorsten am 28. und 29. Mai 2015

Dieses Wochenende war es endlich soweit. Gut ein Jahr haben die IGSN (Interessengemeinschaft für Schildkrötenschutz- und Nachzucht e.V.) und die Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V., gemeinsam mit vielen fleißigen Helfern, auf dieses Wochenende hingearbeitet. Denn die beiden Vereine veranstalteten gemeinsam das 1. NRW-Schildkrötenwochenende.

Am Samstag fand die Veranstaltung im Haus Schult in Dorsten statt. Das Haus Schult hat dafür sein gesamtes Hotel (abgesehen der Schlafräume) kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu zählte auch ein riesen Veranstaltungsraum. Dort spielte sich der Hauptteil der Veranstaltung ab. Der Raum wurde mit einem großen Vorhang in einen Verkaufsraum und einen Hörsaal unterteilt. Im Verkaufsraum fanden Verkäufe aber auch reichlich Informationsaustausch statt, denn auch einige Vereine wie z.B. die ViVe (Vivaristische Vereinigung, welche regelmäßig die Station vor Ort unterstützt) oder die IGSN und der Hauptsponsor Floragard waren vor Ort, um sich mit Schildkrötenhaltern zu unterhalten, sie zu informieren oder Informationen zu sammeln.
Für die IGSN waren Andreas Beck und Georg Strachon vor Ort, für die ViVe Inge Winterberg und Heinrich Altenfeld.

Der größte Stand war der Pflanzenverkauf. Monatelang haben die Futterpflanzenverkäufer Karin, Klaus, Waltraud und Stephan Pflanzen herangezogen, um sie an diesem Wochenende anzubieten.
Abgesehen davon konnte man Bücher, Fachzeitschriften, Technik, süße Schlüsselanhänger bei den Schildkrötenfreunden Horst, Tombolalose bei Barbara und Joshi u.v.m. kaufen.

Im Hörsaal konnten alle Besucher spannenden Vorträgen lauschen. Den Auftakt gab Buchautor Thorsten Geier. Er zeigte und die natürlichen Lebensräume Europäischer Landschildkröten und seine vorbildliche Haltung zuhause. Der Hörsaal war rappelvoll.

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Danach folgte ein Vortrag unserer „Kräuterhexe“ Uta Heye. Sie erklärte uns, was unsere Europäischen Landschildkröten fressen dürfen und wieso es Wildpflanzen sein sollten. Sie war natürlich später auch für die Kräuterkurse zuständig.

Elmar Meier, berichtete von der Zucht der bedrohten asiatischen Sumpfschildkröten im Zoo Münster oder auch in Asien selbst. Da die meisten Besucher vorrangig an Europäischen Landschildkröten interessiert waren und Elmar Meiers Vortrag diese nicht berücksichtigte, hielt er seinen Vortrag in einer etwas kleineren, aber dafür äußerst interessierten Runde.

Heinrich Altenfeld und Elmar Meier

Heinrich Altenfeld und Elmar Meier

Parallel hielt Thorsten Geier einen Vortrag für unsere kleinen Gäste, denn es gab zwei Kindervorträge im Nebenraum. Dort erklärte Thorsten Geier kindgerecht wie man Europäische Landschildkröten halten sollte und warum das so wichtig ist. Die Kinder waren super fasziniert und hingen ihm gebannt an den Lippen. Insgesamt gab es zwei dieser Vorträge, damit die Länge die Kleinen nicht überstrapaziert. Aber auch zwischen den Kindervorträgen mussten sich die Kleinen nicht langweilen, denn es gab ein Kinderbetreuungsteam, welches sich um sie gekümmert und mit ihnen gespielt oder sie geschminkt hat.

Der nächste Vortrag für die Großen wurde von der Tierheilpraktikerin Amine Fehr gehalten. Auch wenn sie sagte, dass sie sehr nervös war, war ihr Vortrag einfach spitze und gut besucht. Sie hatte sogar eine kleine Fanbase dabei 🙂

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Der junge Tierarzt Tobias Friz erzählte uns, mit seiner super lässigen und kurzweiligen Art, einiges über den „Patient Schildkröte“. Mit seiner durchaus nachvollziehbaren und gut argumentierten Sichtweise, dass Schildkröten nicht nur bei einem starken sichtbaren Wurmbefall eine Kur bekommen sollten, sorgte er für viel Interesse und freundliche Diskussionen.

Tobias Friz und Moderator Ralf Czybulinski

Tobias Friz und Moderator Ralf Czybulinski

Den letzten Vortrag sollte eigentlich Rolf Rachuba halten, jedoch war dieser leider verhindert. Zum Glück hatte Heinrich Altenfeld eine Präsentation für alle Fälle vorbereitet und zeigte uns stattdessen seine Spornschildkrötenhaltung. Sein Ziel war es, Halter, die z.B. Griechen halten und sich für die hübschen Spornschildkröten als nächste Anschaffung interessieren, aufzuklären, in Hinblick auf z.B. Platz und Stromverbrauch.DSC03672

Zum Schluss folgte eine ganz kurze Podiumsdiskussion, bei der sich alle noch anwesenden Referenten für Fragen zur Verfügung stellten. Danach konnten wir den Abend endlich mit gutem Essen ausklingen lassen. Alle, sowohl Veranstalter als auch Besucher, wirkten sichtlich zufrieden. Die Vereine hatten reichlich Kontakte knüpfen können, die Verkäufer konnten gute Verkaufszahlen verzeichnen.

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Der Hauptgewinn, eine große Filterpumpe der Firma JBL wurde vom Gewinner an die Auffangstation gespendet. Ein riesen Dankeschön an Martin Pianta für diese großzügige Spende!

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Nach der Veranstaltung ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Der tag war ein voller Erfolg, alle waren zufrieden.

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Am nächsten Tag ging es dann um 10 Uhr weiter. Die Auffangstation öffnete ihre Tore.

Es gab spannende Kräuterkurse, zahlreiche Stationsführungen, eine weitere Tombola, eine Kinderbetreuung und natürlich waren die Verkäufer und Infostände auch wieder dabei.

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Utas Kräuterkurse waren zahlreich besucht

Auch die Stationsführungen waren gut besucht

Auch die Stationsführungen waren gut besucht

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Im Laufe des Tages wurden sogar ein paar Tiere, nach vorheriger Absprache und Erledigung aller bürokratischen Aspekte, in neue, gute Hände gegeben. Wir freuen uns, dass ein paar Tiere ein neues Zuhause finden konnten.

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Das Wochenende war ein voller Erfolg. Ich glaube alle waren glücklich am Ende. Nach ca. einem Jahr Planung waren alle erleichtert, dass das Wochenende wie geplant verlief. Das verdanken wir alle dem großartigen Team und den beiden Vereinen. Wir haben alle echt viel Arbeit investiert. Vieles sieht man als Besucher auf so einer Veranstaltung gar nicht. Das Großziehen der Futterpflanzen, die Vorbereitungen für die Präsentationen und Führungen, die Gestaltung der Werbemittel, das Bekleben der Wertmarken, das Vorbereiten aller Speisen, der Aufbau, die Planung… all das passiert lange vor so einer Veranstaltung und ist ohne viele Hände nur schwer möglich.

Möglich gemacht haben es vor allem Ralf Czybulinski und Barbara Klobusch. Sie haben diese Veranstaltung ins Leben gerufen, den mit Abstand größten Teil der organisatorischen Arbeit geleistet und uns alle motiviert mitzumachen. Da steckte viel Herzblut drin. Ohne die beiden hätte es solch ein Wochenende in NRW nicht gegeben.

Ich hoffe, dass nicht nur die Helfer, sondern auch die Besucher diese Veranstaltung noch lange in guter Erinnerung behalten werden. Ich freue mich auf jeden Fall dabei gewesen zu sein und werde sie nicht so schnell vergessen 🙂

Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht

Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht

Da rund 60 Fotos den Rahmen meines Blogs sprengen, kann man diese auf Facebook anschauen 🙂

Ich bin nun müde und gehe mich ausruhen. Heute habe ich erst einmal ein paar grobe Infos gegeben. Bestimmt fallen mir morgen noch zig Sachen ein, die ich ergänzen werde. Nochmal reinschauen lohnt sich also 🙂

24. Mai 2016
von Anika
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Steckbrief: Pantherschildkröte (Stigmochelys pardalis)

Deutscher Name: Pantherschildkröte

Wissenschaftlicher Name: Stigmochelyspardalis (BELL, 1828), früher Geochelone pardalis

Unterarten Stigmochelys pardalis pardalis und Stigmochelys pardalis babcocki   

Schutzstatus : WA 2 , in Deutschland meldepflichtig mit Herkunftsnachweis

Beschreibung:  Stigmochelys pardalis haben einen hochgewölbten, an den Seiten steil abfallenden Rückenpanzer, die Grundfärbung ist beige bis hellbraun mit einer unregelmäßigen schwarzen oder dunkelbraunen Flecken/Sprenkelzeichnung, welch namensgebend war für den Trivialnamen Pantherschildkröte oder englisch Leopard-Tortoise.

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Die Jungtiere zeigen noch eine klare symmetrische Panzerzeichnung, beige Grundfarbe , dunkele Schildnähte und die Panzerschilder mit  z.T. schwarzen Flecken in der Mitte. Mit zunehmendem Wachstum verschwinden die gleichmäßigen Muster und gehen in die „Pantherfärbung“ über.

Kopf, Beine und Weichteile sind einfarbig beige gefärbt. An der Frontseite der Vorderbeine sind einige sehr große Hornschuppen zu sehen, zw. Hinterbein und Schwanz befinden sich 2-3 deutlich sichtbare Hornkegel. Die Vorderbeine haben je 5 Krallen, die Hinterbeine je 4. Der Schwanzschild ist ungeteilt und leicht nach innen gebogen. Der Bauchpanzer ist einfarbig beige mit einzelnen schwarzen  Flecken.

Die Unterarten sind bei erwachsenen Tieren schwierig zu unterscheiden, Stigmochelys p. babcocki soll hochrückiger sein als Stigmochelys p. pardalis . Die Jungtiere von St. p. babcocki zeigen keinen oder einen schwarzen Punkt in der Mitte der Wirbel-und Rippenschilder, St.p.pardalis  i.d.R. zwei Punkte. Aufgrund des riesigen Verbreitungsgebietes mit unterschiedlichen Lebensräumen und den vielen Lokalformen gibt es vermutlich mehr als die zurzeit von der Wissenschaft beschriebenen zwei Unterarten.

Geschlechtsunterschiede: Erwachsene Männchen haben einen deutlich längeren Schwanz als die Weibchen, der Bauchpanzer ist leicht konkav gewölbt. Die Analschilder des Bauchpanzers bilden einen Winkel über 90 Grad, die Schilder der Weibchen unter 90 Grad.

Weibchen Plastron

Weibchen Plastron

Männchen Plastron

Männchen Plastron

Größe: Je nach Herkunftsgebiet und Lokalform können sie eine Panzerlänge von 25 cm – 70 cm erreichen  erreichen , (70 cm z.B. Tiere aus Äthiopien) . Die meisten in Deutschland gezüchteten Tiere stammen aus Ostafrika (Tansania/Mosambik)und werden zw. 25 cm und 40 cm lang.

Natürlicher Lebensraum:  Von Ost- bis Südafrika, Äthiopien, Somalia, Kenia, Tansania, Uganda, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Namibia, Südafrika.  In ihrem großen Verbreitungsgebiet besiedeln die Pantherschildkröten unterschiedliche Habitate, meist offene Landschaften von der trockenen Dornsavanne bis hin zur Feuchtsavanne, vom Tiefland bis in Höhenlagen von über 2000m.

Haltung in menschlicher Obhut: Pantherschildkröten sind tagaktiv, vor Einbruch der Dunkelheit suchen sie ihre Schlafplätze auf. Gemäß ihrer Herkunft müssen Pantherschildkröten ganzjährig warm untergebracht werden, sie mache keine Winterruhe.

Als recht lauffreudige und rel. groß werdende Landschildkröten benötigen sie entsprechend große Gehege. Adulte Tiere sollten in großen Terrarien untergebracht werden, Grundfläche mind. 5 qm pro Tier, bei zwei oder mehr Tieren entsprechend größer. Als Bodengrund eignet sich ein Sand/ Gartenerdegemisch.  Holzhäcksel oder Kleintierstreu vom Zoogeschäft sind völlig ungeeignet. Das Gehege sollte mit größeren Steinen, Ästen, robusten Pflanzen, Steinplatten usw. gut strukturiert sein und den Tieren Rückzugs-und Versteckmöglichkeiten bieten.  Dazu bieten sich an Höhlen, Strohhaufen, trockenes Gras oder Gebüsch.  Der Bodengrund sollte trocken, die Luftfeuchtigkeit vor allem nachts aber rel. hoch sein, dabei helfen evtl. elektrische Vernebler, Übersprühen oder offene Gefäße mit Wasser oder Grünpflanzen.  Das Terrarium muss unterschiedlichen Temperaturzonen aufweisen, unter der Wärmelampe 35-40 Grad, aber auch Bereiche unter 25 Grad. Nach meinen Beobachtungen wird durch ein deutliches Tag/Nacht-Temperaturgefälle die Vitalität der Schildkröten sichtlich erhöht. Dauerhaft gleichhohe Temperaturen schaden den Schildkröten. Die nötige Versorgung mit UV-Licht erfolgt durch UV-Licht abgebende Wärmelampen.gehege pantherschildkroete

Von Frühjahr bis Herbst (April–Oktober) ist eine Außenhaltung im Garten sehr zu empfehlen. Die Gehegefläche sollte möglichst groß sein, mit sandigem, wasserdurchlässigem Boden, die Grasflächen kurzgeschnitten, und einige hohe Grasbüschel als Verstecke. Weitere Bepflanzung z.B. mit mediterranen Gebüschen (Thymian, Salbei, Lavendel usw.) dient als Schattenspender und gibt dem Gehege mehr Struktur. Gehweg/Steinplatten bieten sich als Wärmeinseln/Wärmespeicher an.

Bei der Außenhaltung unbedingt erforderlich ist ein großes helles Schutzhaus, z.B. ein gut isoliertes Gewächshaus. Ein handelsübliches Frühbeet ist für adulte Pantherschildkröten zu klein. Wichtig ist eine Wärmelampe für kühlere Tage. Die Tiere sollten die Gelegenheit haben, sich tägl. auf über 30 Grad aufzuwärmen. Eine nächtliche Temperatur von 12-15 Grad macht den Tieren nichts aus, sondern fördert eher ihr Wohlbefinden. Das Schutzhaus sollte zugluftfrei sein, Kälte in Verbindung mit Durchzug kann schnell zur Lungenentzündung führen. Zur Einrichtung des Schutzhauses gehören unbedingt Versteck/ Unterschlupfmöglichkeiten, etwa mit Stroh gefüllte umgedrehte Holzkisten; wenn die Schildkröten sie erstmal kennen, werden sie sie abends von allein aufsuchen. Einige mit Wasser gefüllte 20 l Kanister im Schutzhaus helfen die Temperaturschwankungen abzumildern  und die nächtl. Temperatur in kalten Nächten nicht zu tief absinken zu lassen.

Außengehege für Jungtiere

Außengehege für Jungtiere

Haltung der Jungtiere: Junge Pantherschildkröten sollten aufgrund der enormen Größenunterschiede nicht mit erwachsenen oder halbwüchsigen Tieren zusammengehalten werden. Das Terrarium/Gehege kann bzgl. Bodengrund, Temperatur, Einrichtung usw. genauso gestaltet sein wie für die erwachsenen Tiere, nur eben nicht so groß. Bei den schnell wachsenden Jungtieren ist eine hohe Luftfeuchtigkeit wichtig  um ein höckerig werden des Panzers vorzubeugen. Von April – Okt. sollten die Jungtiere im Freiland im handelsüblichen Schildkrötenfrühbeet mit Auslauf gehalten werden, natürlich auch mit Wärmelampe für kühle Tage. Selbst den kleinen Jungtieren macht eine Temperatur von 15 Grad nachts nichts aus. Auch im Frühbeet für Verstecke/ Unterschlupfmöglichkeiten sorgen, junge Pantherschildkröten können anfangs sehr scheu sein, werden aber schnell zutraulich, wenn sie sich im Gehege sicher fühlen und sich jederzeit in ein Versteck zurückziehen können.

1 Tag alte Jungt

1 Tag alte Jungtiere

Verhalten/Vergesellschaftung: Pantherschildkröten sind untereinander sehr verträglich, eine Gruppenhaltung ist gut möglich. Die Männchen stellen den Weibchen auch nicht so penetrant nach wie z.B. europ. Landschildkröten. Rivalisierende Männchen sollten aber immer genügend Platz haben  sich aus dem Wege zu gehen.  Im i.d.R. kleineren Winterquartier empfiehlt sich evtl. eine Trennung der Männchen, man sollte aufmerksam beobachten, ob sich bei Gemeinschaftshaltung ein Männchen zurückzieht oder vom stärkeren Männchen immer wieder weggedrückt wird. Weibliche Pantherschildkröten sind untereinander sehr verträglich. Jungtiere können problemlos in Gruppen gehalten werden. Eine gemeinsame Haltung mit Spornschildkröten ist bedingt möglich, nur wenn sehr viel Platz vorhanden und die Tiere etwa gleich groß sind.  Eine gemeinsame Haltung mit europ. Landschildkröten ist aufgrund der unterschiedlichen Haltungsansprüche und Größenverhältnisse der erwachsenen Tiere nicht zu empfehlen.

Futter: Im natürlichen Habitat fressen die Pantherschildkröten rohfaserreiche pflanzliche Nahrung, hauptsächlich Gräser, Kräuter, Blüten, frische erreichbare Blätter der Sträucher , Sukkulenten usw.. Entsprechend sollte die Ernährung in menschlicher Obhut aus rohfaserreichen Pflanzen bestehen. Meine Pantherschildkröten fressen im Außengehege hauptsächlich Gras, (kurzgemähtes Gras wird abgeweidet, langes Gras verschmäht), daneben gesammelte Wildkräuter. Obst biete ich nicht an, es würde auch nicht gefressen, mit Ausnahme 1x monatlich eine Kaktusfeige. Sehr beliebt sind Möhren, die mehrmals wöchentlich dazu gefüttert werden. Im Winter besteht das Futter hauptsächlich aus Heu, welches in einer Raufe immer zur Verfügung steht, und aus eingeweichten Heupellets (Agrobs Testudo Herbs) , die mit wenig geriebener Zucchini oder Möhre vermischt werden. Als frisches Grün wird mehrmals wöchentlich Endiviensalat, Romanasalat, Radicchio oder Rucola angeboten, daneben  auch Möhren. Die Jungtiere bekommen das gleiche Futter wie die erwachsenen, nur zerkleinert. Um dem erhöhten Eiweißbedarf  der schnell wachsenden Jungtiere gerecht zu werden gebe ich im 1.-2- Lebensjahr 1x wöchentl.  getrocknete Gammaruskrebse (Wasserschildkrötenfutter) über die eingeweichten Heupellets. Frisches Wasser in der Trinkschale wird alle 2 Tagegereicht, die Jungtiere haben tägl. Wasser zur Verfügung. Da die Schildkröten gerne ins Wasser koten, öfter das Wasser kontrollieren. Die Schildkröten trinken, indem sie den Kopf ganz ins Wasser eintauchen und das Wasser durch die Nasenlöcher einsaugen. Der Kalkbedarf der Pantherschildkröten ist sehr hoch, ständig liegen Sepiaschalen zur freien Aufnahme im Gehege, daneben Hühnereierschalen, für die Jungtiere zerbröselt. Schalen von rohen Eiern werden kurz in der Mikrowelle erhitzt.

Wasserstelle

Gesundheitsvorsorge: Gesunde Pantherschildkröten haben klare Augen, der Panzer wird beim laufen deutlich vom Boden abgehoben. 2x jährl. lasse ich den Kot auf Parasiten untersuchen, bei positivem Befund wird nach Anweisung des Tierarztes entwurmt.

Weiterführende Literatur:

„Panther-und Spornschildkröten“ von Holger Vetter, Edition Chimaira

„Tropische Landschildkröten“ Draco Terraristik-Themenheft, NTV-Verlag

„Die Pantherschildkröte“ von Mario Herz, NTV-Verlag

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Haltungsempfehlungen basieren auf der über 20 jähr. Erfahrung des Autors mit der Haltung und Zucht von Pantherschildkröten.

Autor: Heinrich Altenfeld , 48734 Reken, Deutschland

 

 

14. Mai 2016
von Anika
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Heimwerkertip: Bau eines Blumenkastenfilters

Vor einer Weile haben wir gemeinsam mit einigen Schildkrötenfreunden Blumenkastenfilter für die Schildkrötenauffangstation in Dorsten gebaut. Diese haben nicht nur die Wasserqualität der Wasserschildkrötenbecken deutlich verbessert, sondern sehen auch noch klasse aus. Nun entschieden wir uns, für unsere Schildkröten zuhause ebenfalls Blumenkastenfilter zu bauen.

Aber was ist ein Blumenkastenfilter überhaupt? Ein Blumenkastenfilter wird in oder über einem Aquarium montiert. Der handelsübliche Blumenkasten bekommt einen Ein- und einen Ausfluss, denn der eigentliche oder zusätzliche Aquarienfilter soll das Wasser nicht mehr direkt zurück in das Becken, sondern in den Blumenkasten pumpen. Dort fließt das Wasser dann durch Lavastrat oder ein ähnliches Substrat und an den Wurzeln einiger ausgewählter Pflanzen vorbei. Die Steine filtern das Wasser mechanisch und die Pflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe, wie z.B. Nitrat. Am Ende hat man super sauberes, biologisch gefiltertes Wasser, welches zurück in das Becken fließt.

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Wie baut man einen Blumenkastenfilter? Ich möchte direkt vorweg sagen…das Zusammenbauen ist echt nicht wild, wenn man erstmal die Komponenten zusammengekauft hat. Bei uns war es mit einem Baumarktbesuch jedoch nicht getan.

Was ihr für einen Blumenkastenfilter braucht:
Einen Blumenkasten
Eine kleine Pumpe (am besten eine, bei der man die Durchflussmenge regulieren kann)
Einen Ein- und einen Ausflussstutzen
Passende Schläuche zu Pumpe und Stutzen
Aquariensilikon
Lavastrat o.ä.
Geeignete, ungedüngte Pflanzen (z.B. Efeutute, Grünlilie, Einblatt, Zyperngras)
Ggf. Halterungen für den Kasten

Ursprünglich wollten wir für den Ein- und Ausfluss die gleichen Teile nutzen wie in Dorsten und kauften welche, die uns zuhause zu groß erschienen. Diverse Verkäufer sagten uns jedoch, dass diese genormt seien und es keine kleineren gäbe. Jedoch passten da unsere Pumpenschläuche nicht drauf.

Im nächsten Baumarkt fanden wir dann Verbindungsstücke für Gartenschläuche, in die unsere Schläuche passten…und am Ende auch noch echt gut aussehen. Schaut also am besten selbst, was eure Baumärkte zu bieten haben.Blumenkastenfilter Einlauf

Die Blumenkästen bekamen zwei Löcher, in die die Verbindungsstücke gesteckt wurden. Ein Loch für dein Einfluss an einer kurzen Seite und ein Loch für den Ausfluss am Boden. Die Ränder wurden dann mit Aquariensilikon abgedichtet. Zum Ausfluss kommen wir am Ende nochmal.

In die Blumenkästen kam Lavastrat. Den muss man vorher gründlich waschen, da er sehr staubig ist. Seramis o.ä. ginge auch. Lavastrat bekommt man nämlich nicht überall. Lavastrat

Für die Bepflanzung entschieden wir uns für einen Mix aus (goldener) Efeutute, Grünlilie, Einblatt und Zyperngras. Diese Pflanzen vertragen Nässe und brauchen nicht zwingend Erde. Zudem wirken sie sich gut auf die Luftfeuchtigkeit aus und sind pflegeleicht. Packt nicht zu viele Pflanzen rein und lasst ihnen Platz. Zyperngras und Efeutute neigen dazu dichte Wurzeln zu bilden und können die Blumenkästen auseinander drücken. Behaltet das im Auge, sonst gibt es ein Unglück. Die Erde wird vor dem Einpflanzen in den Kästen gründlich entfernt, da sie sonst schimmelt. In der Erde befindet sich zudem bei neu gekauften Pflanzen reichlich Dünger, der nicht in die Becken gelangen darf. Ich lasse abgespülte Pflanzen noch einige Tage stehen und wässere sie, damit sich der letzte Dünger abbaut, da wir Garnelen in einigen Becken haben und sie sehr empfindlich reagieren.

Am Ausfluss befestigten wir innen kleine Plastikkörbe, die man bei Filtern an den Ansaugschlauch steckt, damit kein grober Dreck, Fische oder Pflanzen eingesaugt werden. Das soll verhindern, dass Steine ins Becken fallen. Diese Körbchen kosten bei JBL wesentlich weniger als bei eheim und passten ebenfalls an unsere Schläuche.

Blumenkastenfilter Auslauf.jpgAm Ende mussten wir nur noch die Schläuche anbringen. Damit es nicht laut plätschert haben wir auch beim Ausfluss einen kurzen Schlauch angebracht, der das Wasser runterführt. Am Ende der Schläuche befindet sich ein Regler, mit dem man die Wassermenge, die hinaus fließen soll, bestimmen kann. So vermeidet man ein Gluckern.

Da Lavastrat sehr schwer ist und die Kästen noch schwerer werden, wenn sie mit Wasser gefüllt sind, trauten wir uns nicht, sie auf die Plastikquerstreben unseres großen Juwel-Beckens oder die Außenscheiben unseres kleinen Beckens zu stellen. Daher kauften wir im Baumarkt spezielle Halterungen, um sie an der Wand hinter den Becken zu montieren. Wenn ihr die Möglichkeit habt, die Kästen direkt in oder über eurem Becken anzubringen, solltet ihr dies tun. Im Fall, dass das Wasser doch einmal überläuft, kann es so nur im Becken landen. Bringt ihr die Kästen außerhalb an, kann es ganz schön daneben gehen. Hier müsst ihr Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Bringt am oberen Rand der Vorderseite die über das Becken ragt, kleine Löcher an, über die das Wasser kontrolliert in das Becken laufen könnte, wenn der Kasten einmal zu voll wird. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme wären kleine Sensoren, die bei Nässe die Stromzufuhr zum Filter kappen (ähnlich wie ein Thermostat, welches die Stromzufuhr beim Kühlschrank unterbricht, wenn es darin zu kalt wird). Diese kosten um die 30€.

Und schon ist der Blumenkastenfilter fertig und kann starten. Wir haben vorher einen Probelauf in der Badewanne gestartet und die Kästen bei der Premiere gut im Auge behalten. Hier und da müssen wir immer mal nachjustieren, damit Ein- und Ausflussmenge stimmen.

Blumenkastenfilter 1Blumenkastenfilter 3

Aktuell lassen wir die Blumenkastenfilter zusätzlich zu den normalen Außenfiltern laufen. Unsere Außenfilter haben eine zu hohe Durchflussmenge und würden die Blumenkastenfilter zum Überlaufen bringen. Daher laufen für die Kästen kleine Pumpen nebenbei. Mein Ziel ist es, die Außenfilter auszuschalten, wenn die Blumenkastenfilter eingefahren sind. Das spart am Ende auch noch Strom.

Zu guter Letzt möchten wir uns bei Dennis und Inge bedanken, die uns viele Tips gegeben haben und für die Umsetzung in der Schildkrötenauffangstation Dorsten zuständig waren.

11. Mai 2016
von Anika
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FAQ: Wieso muss die Schildkrötengehegeumrandung blickdicht sein?

Neben der Tatsache, dass eine Schildkrötengehegeumrandung so gestaltet sein muss, dass die Schildkröten nicht rausklettern können, muss sie auch blickdicht sein. Es gibt zwei wesentliche Gründe, die dafür sprechen, die Gehegeumrandung eines Schildkrötengeheges blickdicht zu gestalten.

Zum einen tigern die Schildkröten den ganzen Tag an einem blickdurchlässigen Zaun auf und ab, weil sie da durch wollen. Man erspart ihnen viel Stress, wenn man statt eines Zauns Steine oder Bretter nutzt, an denen die Schildkröten nicht hochklettern können.

Zum anderen besteht eine Verletzungsgefahr wenn die Schildkröten ihre Köpfe durch den Zaun stecken können. Sie können schnell hängen bleiben. Noch gefährlicher ist es, wenn der Zaun zwei Gehege voneinander trennt. Es kann passieren, dass eine Schildkröte den Kopf durch den Zaun steckt und von der Schildkröte auf der anderen Seite gebissen wird. Wer meint, dass das nicht passiert oder nur halb so schlimm ist, kann sich das folgende Foto eines Vortrages von Dr. Renate Keil aus Peine anschauen. Dieser armen Schildkröte ist nämlich genau das passiert. Die andere Schildkröte hat ihr den unteren Hornschnabel abgerissen!
Dr. Renate Keil Schnabel

Erspart euren Schildkröten auf einfachem Wege viel Leid und nutzt keine Zäune o.ä. ausschließlich zur Umrandung der Gehege. Eure Lieblinge werden es euch durch ein stressfreies Verhalten danken 🙂

 

 

Quellen: Vortrag von Dr. Renate Keil (Norddeutsche Schildkrötentage in Peine)

8. Mai 2016
von Anika
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Gehegevergrößerung mit Frühbeet

In diesem Frühjahr haben wir die Gehege der Griechischen Landschildkröten vergrößert und ihnen ein Frühbeet der Marke Beckmann aufgebaut. Über den Aufbau und unsere Zufriedenheit mit diesem Frühbeet habe ich einen separaten Bericht geschrieben, der bald online gestellt wird.

Da einer der vier Griechenmänner leider unverträglich ist, hat er sein eigenes Gehege. Dieses war bisher leider sehr klein. Statt eines Frühbeetes hatten die Griechen Steinhäuser mit Doppelstegplatten als Dach. Alles andere als optimal 🙁

Gehege vorher

Vorher

Da meine Eltern ihr Erdbeerbeet aufgegeben haben, konnten wir beide Gehege neu verteilen, vergrößern. Es wurde ein wenig kürzer, damit man ringsherum laufen kann, aber dafür wesentlich breiter.20160402_183553

Früher waren beide Gehege komplett mit diesen sichelmondförmigen Pflanzsteinen eingezäunt. Da unser damaliger Grieche Milow es mehrmals schaffte an den Steinen hochzuklettern, mussten wir zusätzlich einen Kaninchenzaun anbringen.
Die Steine kann man zwar schön bepflanzen, aber sie nehmen recht viel Platz weg. Daher haben wir für die Vergrößerung keine zusätzlichen Steine sondern Douglasienbretter gekauft. Die Inspiration dazu bekamen wir beim Besentag in der Schildkrötenauffangstation in Dorsten. Sicherheitshalber haben wir wieder zusätzlich die Zäune angebracht. Davon hatten wir noch reichlich da. Ausschließlich diese Zäune wären nicht gut, da die Schildkröten Sichtschutz brauchen. Dazu aber ein anderes Mal mehr.
Parallel bauten wir das Frühbeet auf und stellten es auf eine kleine Steinmauer, mit zwei Aussparungen als Eingänge. Das Gehege steht in der Mitte, ist von beiden Gehege begehbar und ist innen ebenfalls mit Brettern abgetrennt. Zudem stehen drinnen Holzhäusschen mit Stroh. Natürlich wurde ein automatischer Fensteröffner montiert, damit die Griechen nicht überhitzen.

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Nun stehen Zaun und Frühbeet und die Pflanzen wachsen allmählich. Die Griechen lieben ihr Frühbeet. Sie sind direkt am ersten Tag rein gegangen und haben auch dort übernachtet. Wir freuen uns und bereuen die Investition keines Falls.

Gehege Nachher

Nachher

23. April 2016
von Anika
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Terrarienpflanze: Grünlilie (Chlorophytum sp.)

Die übliche Grünlilie aus dem Handel stammt aus Afrika und ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Besonders beliebt ist die einfache Vermehrung, denn die Grünlilie bildet viele kleine Ableger an Stängeln, die man einfach abknipsen und in Wasser stellen muss, damit sie Wurzeln bilden. Die Ableger wachsen schnell heran bis sie die Endgröße von ca. 30cm erreichen. Dazu kommt, dass die Grünlilie recht anspruchslos ist. Wenn man mal mehrere Tage vergisst zu gießen, ist das nicht schlimm.

Es gibt so sowohl mit graden, als auch leicht geschwungenen Blättern. Typisch ist der weiße Streifen in der Mitte der sonst knallgrünen, schmalen Blätter.

Gruenlilie

Aus Sicht der Schildkröte: Die Grünlilie ist ungiftig und kann daher auch ruhig von den Schildkröten gefressen werden.
Wir verwenden sie für unsere Blumenkastenfilter. Auch in der Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V. sorgt sie in den vielen Blumenkastenfiltern für sauberes Wasser.

 

 

Quellen:
http://www.heimbiotop.de/Terrarienpflanzen.html

21. April 2016
von Anika
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Terrarienpflanze: Einblatt (Spathiphyllum)

Das Einblatt ist eher für Aquaterrarien geeignet um z.B. die Ufer oder Blumenkastenfilter zu bepflanzen, da sie eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt.

Einblatt sollte jedoch nicht verfüttert werden oder Tieren zur Verfügung stehen, die Pflanzen anknabbern, da es zu den Aronstabgewächsen gehört und giftig ist.
Es gibt Berichte, dass Frösche an Futtertieren gestorben sind, die Kontakt zu der Pflanze hatten. Also auf keinen Fall in Froschterrrarien verwenden.

Wir nutzen das Einblatt zur Bepflanzung unserer Blumenkastenfilter. Unsere Schildkröten können die Pflanze nicht erreichen. Mit ihren weißen Blüten hebt sie sich von den anderen Pflanzen wunderschön ab.

Trockenheit verträgt das Einblatt nicht und fällt dann recht schnell in sich zusammen. Wenn man rechtzeitig wieder Wasser gibt, erholt sie sich jedoch schnell und richtet sich wieder auf. Für Gießfaule eignen sich eher Grünlilie und Efeutute.

Einblatt

 

 

Quellen:

http://www.heimbiotop.de/Terrarienpflanzen.html

20. April 2016
von Anika
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Terrarienpflanze: Bogenhanf (Sansevieria)

Der Bogenhanf  (Sansevieria) stammt aus Afrika und Südasien, gehört zu den Spargelgewächsen und ist auch unter den Namen Bajonettpflanze oder Schwiegermutterzunge bekannt. Sie wächst also durchaus in Gebieten, in denen auch so manche Landschildkröte lebt.

Der Bogenhanf ist eine sehr robuste, pflegeleichte und hitzebeständige Pflanze. Er verträgt volle Sonne und Temperaturen bis zu 29 Grad und mag lieber trockenes, statt zu nasses Substrat. Seine rund 67 verschiedenen Arten wachsen sehr langsam und erreichen Wuchshöhen zwischen 10 und 80cm. Seine luftreinigenden und -befeuchtenden Eigenschaften kommen dem Klima im Terrarium sehr zu Gute. Gleichzeitig macht es ihm nichts aus, wenn sein Substrat einmal austrocknet. Wenn man ihn langsam daran gewöhnt verträgt er sogar die Hitze von Wärmelampen und kann daher in Lampennähe stehen, wo andere Pflanzen bereits verbrennen würden.

Bogenhanf

In einem Töpfchen steht der Bogenhanf aufrecht und platzsparend im Terrarium und kann nur schwer angeknabbert werden. Die faserreichen, fleischigen Blätter lassen sich zudem nur schwer verspeisen und werden von kleinen Schildkröten höchstens angenagt. Dies sieht zwar dann nicht mehr sehr schön aus, aber die Blätter überleben auch dies.
Verfüttern sollte man ihn nicht, da er giftige Saponine enthält, die für Nagetiere bspw. tödlich wirken können. Es kommt immer wieder dazu, dass Landschildkröten ihn fressen, Berichte über Vergiftungen gibt es jedoch keine. Ausgerechnet an dem Tag, an dem ich begann diesen Bericht hier zu schreiben und nur noch Fotos machen wollte, warfen meine Köhlerschildkröten einen der Töpfe um und fraßen an den Blättern. Ihnen scheint es gut zu gehen, aber begeistert war ich trotzdem nicht.
Wie wir wissen, vertragen Reptilien Giftstoffe ganz anders als Säugetiere, aber man muss es ja nicht provozieren und sollte den Bogenhanf daher nicht als Futterpflanze nutzen. Es gibt genug Pflanzen, die erwiesen unschädlich sind. Bogenhanf als Futterpflanze zu züchten lohnt sich eh nicht, da er viel zu langsam wächst und andere tolle Eigenschaften mitbringt, die viel nützlicher sind.

 

 

Quellen:
http://www.pflanzenfreunde.com/bogenhanf.htm
http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Bogenhanf/bogenhanf.html
http://www.heimbiotop.de/Terrarienpflanzen.html