My Fluffy Turtle

Der Schildkrötenblog

26. September 2016
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19. Landauer Schildkrötentag

Letztes Wochenende fuhren wir mit einigen Schildkrötenfreunden nach Landau zum 19. Landauer Schildkrötentag. Die meisten aus unserer Schildkrötengruppe haben diese Veranstaltungsreihe bereits in den Vorjahren besucht, für meinen Freund und mich war es jedoch der erste Trip nach Landau.

Da es am Samstag schon am Morgen losging, trafen wir bereits am Freitagabend in Rheinzabern ein. Viele von uns übernachteten in süßen Pensionen in diesem kleinen Ort, nicht weit entfernt von Landau. Abends saßen wir gemütlich zusammen und freuten uns auf das gemeinsame Wochenende.

Am Samstag ging es dann, nach einem gemeinsamen Frühstück, um 9 Uhr los. In der Universität Landau fand die Veranstaltung statt. Im Foyer gab es Verpflegung und einige Verkaufsstände mit Literatur, Zubehör, Schmuck und Deko. Auch die IGSN hatte einen Stand und wurde durch unseren ersten Vorsitzenden Andreas Beck vertreten. Es gab zudem einen Los- und Figurenverkauf zugunsten der Schildkrötenauffangstation Unterfranken.

Die Vorträge fanden in zwei Hörsälen statt. In Hörsaal 1 ging es vor allem um Europäische Landschildkröten. In Hörsaal 2 fand zum ersten Mal ein Wasserschildkrötenworkshop statt.
Ich habe an diesem Wochenende also die Uni „geschwänzt“, nur um dann in einem anderen alten Hörsaal zu sitzen, der fast genauso aussieht, wie der, an dem ich an jedem anderen Wochenende sitze. Abwechslung ist schon was feines.

Nach einer Begrüßung durch Thomas Klesius gab Christin Kern, Leiterin der Auffangstation für Landschildkröten Stuttgart, Einblicke in ihre Station.

Der erste Vortrag den wir uns komplett anhören konnten, fand im Hörsaal 1 statt und stammte vom frisch gebackenen Buchautoren und Websiteinhaber Lutz Prauser, zum Thema „Warum man Schildkröten lieben muss“. Mit einigem Witz und Charme setzte Lutz Prauser seinen Zuhörern, so wie den Lesern seines Buches, den Spiegel vor die Nase und regte zum Denken an. Das Buch zu diesem Vortrag habe ich mir direkt gekauft und signieren lassen. Ich freue mich schon aufs Lesen.

Nach diesem Vortrag gingen wir in den Hörsaal 2 zum Workshop. Dort gab es keine gewöhnlichen Vorträge mit den üblichen Powerpointpräsentationen, sondern Einblicke in Haltung und Habitat einiger nordamerikanischer Wasserschildkrötenarten. Hier war aktive Teilnahme der Zuhörer ausdrücklich erwünscht. Wer wollte konnte Fotos o.ä. mitbringen und spontan vorne etwas zum Thema beitragen oder als Zuhörer an konstruktiven Diskussionen teilnehmen.
Untern den Rednern und aktiven Zuhörern erkannte ich einige bekannte Gesichter aus Gersfeld. Als wir den Saal betraten zeigte Markus Auer Fotos und Notizen zur Haltung der Moorschildkröte (Glyptemys muhlenbergii). Moderiert wurde der Workshop von Mario Herz. Eine feste Agenda gab es hier nicht. Man wusste vorher nur, welche Arten thematisiert werden sollten. Der Rest wurde scheinbar spontan entschieden. So lauschten wir noch dem Austausch über Waldbachschildkröten (Clyptemys insculpta), Amerikanische Sumpfschildkröten (Emydoidea blandingi), Zierschildkröten (Chrysemys picta)Tropfenschildkröten (Clemmys guttata) und Pazifische Teichschildkröten (Actinemys marmorata). Die Diamantschildkröten (Malaclemys terrapin) haben wir leider verpasst. Echt schade, denn die finden wir gerade toll. Da sie im Programm ganz unten auf der Liste standen, dachten wir, dass sie nicht gleich als erstes thematisiert werden und sie somit nicht verpassen, wenn wir einen der ersten Vorträge in Hörsaal 1 anhören. Hier würde ich mir dann doch einen strukturierteren Ablauf wünschen, damit man sich besser aufteilen kann.
Zu den bekannten Gesichtern, die ich soeben erwähnte, gehörten Buchautor Andreas S. Hennig, Benedikt Machnik und Herbert Becker, die wie Markus Auer und Mario Herz ebenfalls in Gersfeld vorgetragen haben. Herbert Becker, der nun auch in Landau zu Rednern gehörte, übernahm den Part zur Waldbachschildkröte.
Unser „Lieblingsvortrag“ stammte von Günter Kalter. Noch bevor wir wussten, dass er im Zuge des Workshops gleich einen Vortrag hält, suchten wir am Stand des Chimairaverlages nach einem Buch zum Thema Teichbau und kauften das von Günter Kalter. Als wir hörten, dass er anwesend war, suchten wir ihn auf und baten ihn um ein Autogramm, welches er uns gerne gab. Dann stand er plötzlich unten am Rednerpult und zeigte uns ein paar Dinge aus genau diesem Buch. Spätestens nach diesem Vortrag hätten wir es uns dann eh gekauft. Wir sind total begeistert von seinen Filterteichen!
Der gesamte Workshop wurde protokolliert und soll, wenn alles klappt, in der RADIATA abgedruckt werden. Da könnt ihr also hoffentlich bald sämtliche Details nachlesen. 

Im Hörsaal 1 entgingen uns währenddessen ein Vortrag über Freianlagen für Europäer von Martin Hallmen, ein Vortrag der Tierärztin Sophie Budde über die Zusammenarbeit von Tierarzt und Halter und ein Vortrag über testudo marginata von Mario Herz, bei dem sich manche Zuhörer immer noch nicht sicher sind, ob er seine Breitrandschildkröten während der Winterstarre wirklich lose in den Kühlschrank legt und gelegentlich ansprüht oder ob das ein Missverständnis war. Ich war leider nicht dabei, aber vielleicht löst sich das ja noch auf 🙂 Gesprächsstoff gab es aber wie nach jeder Veranstaltung reichlich.

Gegen 16 Uhr war der Schildkrötentag in der Universität dann zu Ende. Wir packten schnell den IGSN Stand in Andreas Auto und fuhren dann gemeinsam zum Zoo Landau. Tagungsbesucher hatten hier freien Eintritt.

Der Zoo ist relativ klein und echt süß. Es gab einige Schildkrötenarten zu sehen. In einem großen Aquarium tummelten sich einige Wasserschildkröten, darunter eine Schnappschildkröte, mit zwei Kaimanen. Angeknabberte Tiere sahen wir keine.

Koehlerschildkroete im Zoo Landau

Ein Stück weiter sahen wir die größte Köhlerschildkröte, die wir je gesehen haben. Unsere gesamte Gruppe war erstaunt über dieses riesige und zugleich sehr schöne Tier. Die Größe kommt auf den Fotos leider gar nicht richtig zur Geltung, aber die Schildkröte war fast doppelt so groß wie die Köhlerschildkröten, die ich sonst kenne. Weil mich die Neugierde zu sehr quält wie groß, schwer und alt dieses schöne Männchen ist, habe ich heute einfach mal den Zoo Landau angeschrieben und gefragt, ob sie mir diese Daten zur Verfügung stellen könnten. Tatsächlich habe ich die Zusage bekommen, dass man den Mann bis Mittwoch sogar extra vermessen und mir Bescheid geben möchte. Darüber freue ich mich riesig und ich möchte mich jetzt schon mal bei der hilfsbereiten Kuratorin Frau Dr. Schubert bedanken. Natürlich verrate ich euch dann, was ich in Erfahrung bringen konnte. Schaut also gerne am Mittwoch nochmal rein. Ich kenne da jemanden den das sicher ganz besonders interessieren könnte 😉

Truppe im Zoo LandauNach dem Zoobesuch trafen sich dann viele der Schildkrötenfreunde in einer Pizzeria und aßen gemeinsam XXL Pizzen. Danach saßen wir in ähnlicher Konstellation wie am Vorabend gemeinsam in der Pension.

Am Sonntag gab es dann noch mehr Schildkröten zu sehen, denn wir durften auch noch in das Reptilium in Landau. Ebenfalls kostenlos. Ein großer Indoorzoo mit einem kleinen Außenbereich hinten.
Direkt am Eingang befand sich die Babystation. Winzige Stern- und Köhlerschildkröten, teilweise noch mit Eizahn, fraßen gemeinsam ihr Frühstück.Reptilium Landau Babystation

In der ersten Halle sahen wir Spaltenschildkröten (Malacochersus tornieri), Sternschildkröten (Geochelone elegans), Madagassische Schnabelbrustschildkröten (Astrochelys chersina) und Köhlerschildkröten (Chelonoidis carbonarius), aber auch dunkle Krötenkopfschildkröten (Phrynops geoffroanus), riesige Rotbauch-Spitzkopfschildkröten (Emydura subglobosa), Amboina Scharnierschildkröten (Cuora amboinensis) und Siebenrock’s Schlangenhalsschildkröten (Chelodina siebenrocki). Die Schlangenhälse waren in Paarungslaune.

In der zweiten großen Halle sahen wir eine Spornschildkröte (Geochelone sulcata) in einer WG mit Erdmännchen, zahlreiche Pantherschildkröten (Stigmochelys pardalis) und wunderschöne Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata).

Im Außenbereich ging so langsam die Sonne auf und die Schmuckschildkröten sonnten sich am Ufer. Während die meisten ins Wasser hechteten, sobald wir um die Ecke kamen, blieb eine knallhart sitzen, selbst als wir 30cm neben ihr standen. Dieses hübsche Tier muss eine lange Zeit in einem Aquarium gelebt haben und somit die Nähe von Menschen gewohnt sein. Im Griechengehege wurde es dann auch langsam aktiv und die ersten Griechen kletterten aus ihrem Gewächshaus in die Sonne, um anschließend zu frühstücken.

 

Auch wir genossen noch ein wenig die Sonne bevor wir aufbrachen. Einige der Truppe fuhren noch in das nahegelegene Kakteenland. Unsere Fahrgemeinschaft wollte jedoch lieber nachhause, denn wir hatten noch ca. vier Stunden Fahrt vor uns, inklusive einem kurzen Besuch bei Elke Grunwald aus unserer Fahrgemeinschaft. Es war auf jeden Fall eines der besten Schildkrötenwochenenden, bei denen wir je dabei waren, aber auch echt anstrengend 🙂

Weitere Fotos, zu noch mehr Schildkröten, aber auch ein paar anderen Tieren aus beiden Zoos, folgen wie immer auf facebook.

21. September 2016
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Zoobesuch: Zoo Krefeld

Ende August haben wir das heiße Wetter genutzt und den Zoo meiner Kindheit, den Krefelder Zoo, besucht.

Dort wird aktuell fleißig umgebaut. So haben z.B. die Pinguine und die Nashörner neue Gehege und die Schmetterlinge ein eigenes Haus bekommen. Das neue Nashornbaby konnten wir auch sehen 🙂

Für Schildkrötenliebhaber lohnt sich ein Besuch im Krefelder Zoo auf jeden Fall! Die meisten Schildkröten findet man im Tropenhaus.
Dort sahen wir drei verschiedene Wasserschildkröten- und eine Landschildkrötenart. Zuerst sahen wir eine Gruppe ausgewachsener Terrekay Schildkröten. Eine südamerikanische Art. Mit 45cm sind das keine kleinen Wasserschildkröten.

Terekay Schildkroete (popocnemis unfilis)

Terekay Schildkröte (popocnemis unfilis)

Danach sahen wir drei Arrauschildkröten, eine weitere Art aus Südamerika, die wir vorher noch nirgends gesehen haben. Auf den Fotos wirken sie viel kleiner, als sie tatsächlich waren. Weibchen können bis zu 1m groß und 50kg schwer werden. Männchen bleiben mit 75cm kleiner. Ein Exemplar hatte ungefähr diese Größe.

Arrauschildkroete (podocnemis expansa)

Arrauschildkröte (podocnemis expansa)

Die dritte Wasserschildkrötenart stammt ebenfalls aus Südamerika: Die Helle Krötenkopfschildkröte. Auch sie erreicht ganze 40cm Körperlänge.

Alle drei Arten sonnten sich an Land und waren nicht zu übersehen.

Helle Krötenkopfschildkröte (phyrnops hilarii)

Helle Krötenkopfschildkröte (phyrnops hilarii)

Kurz vor dem Ausgang des Tropenhauses sahen wir dann noch eine Gruppe Köhlerschildkröten beim Sonnen und Baden. Die neugierigen „Buntnasen“ kamen sogar zur Scheibe, als sie uns dort hocken sahen.

Köhlerschildkröte (chelonoidis carbonarius)

Köhlerschildkröte (chelonoidis carbonarius)

Das absolute Highlight meiner Zoobesuche in meiner Kindheit waren die Riesenschildkröten. Auf sie habe ich mich besonders gefreut. Drei Stück leben momentan im Krefelder Zoo, ein wirklich enorm großes Männchen und zwei kleinere Weibchen. Ein Weibchen versteckte sich im Grün vor der heißen Sonne, während die anderen beiden in ihrem Haus für Nachwuchs sorgten.

Seychellen Riesenschildkroete (geochelone gigantea)

Seychellen Riesenschildkröte (geochelone gigantea)

 

In wenigen Zoos sieht man so viele und vor allem ungewöhnliche Schildkröten. Für Schildkrötenfans kann ich den Krefelder Zoo wärmstens empfehlen.

 

Mehr Fotos seht ihr schon bald auf unserer Facebookseite.

3. September 2016
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Produkttest: Beckmann Frühbeete Allgäu

Wir haben im Winter zwei Beckmann Allgäu Frühbeete bestellt. Ein Größeres für die Gehege unserer Griechenmännchen und eins für unser Balkongehege für unsere beiden kleinen Köhlerschildkröten.

Die Lieferung kam ruckzuck. Da wir nicht zuhause waren, musste mein Freund die Pakete an einer Poststelle abholen und bekam sie fast nicht ins Auto (Audi A3, also nicht klein). Er musste einige Teile auspacken. Stellt lieber sicher, dass ihr die Pakete zuhause entgegen nehmen könnt, um dem zu entgehen.

Wir haben zuerst das Modell 3 im Garten aufgebaut. Zuerst schauten wir uns die vielen Teile an und waren mit der Dicke und Qualität der 16mm Doppelstegplatten echt zufrieden. Einige Gartennachbarn staunten nicht schlecht und verstanden nun, wieso es ein „normales“ Gewächshaus oder Frühbeet mit 4mm für wesentlich weniger Geld nicht tut.

Wir entfernten die Folien, was super einfach war und starrten die Aufbauanleitung an. Wir begannen mit dem ersten Seitenteil. Ich glaube wir haben dieses und auch andere Teile ungefähr vier Mal zusammen und wieder auseinander gebaut, weil ständig eine Kleinigkeit fehlte.
Das Zusammenstecken und -schrauben der Platten und Alustreben geht super einfach. Anfangs waren wir unsicher, da es immer erst so aussieht, als wären die Löcher für die Schrauben nicht bündig, jedoch zieht sich alles beim Schrauben zusammen und passt am Ende perfekt. Was man aber aus der Anleitung nicht vernünftig entnehmen kann ist, dass man einige viereckige Schrauben und Muttern in die Schienen auf der Innenseite der Alustreben einführen muss. Wenn die Streben dann miteinander verschraubt sind, kann man nichts mehr einführen. Ständig fiel uns dann in den nächsten Schritten auf, dass irgendwas fehlte…erst die Schrauben für die Seitenwände… dann, dass die Löcher für den Deckel unten statt oben waren…dass die Schrauben für die Bodenanker fehlten…jedes Mal auseinander und wieder zusammen. Wenn man dann nach vorne blätterte, erkannte man auf den Zeichnungen kleine Schräubchen, aber es steht nirgends ein Wort dazu geschrieben. Blöd ist, so gut das Material auch ist… mit der Zeit waren die ein oder andere Schraube rund, was es nicht leichter machte. Am Ende fehlten bei beiden Frühbeeten sogar ein paar Schrauben. Zum Glück hatten wir Ähnliche da.

Wir waren einfach nur froh, als die Außenwände standen, der Deckel fertig war und nur noch befestigt werden musste. Zum Öffnen des Deckels hat man einen kleinen Metallstab mit Löchern, der am Deckel hängt. An der Frontscheibe ist dann ein Stift an dem man den Stab einhakt, damit der Deckel offen steht. Der Metallstab bekommt unten einen kleinen Gummiüberzug, damit er die Scheibe nicht zerstört, wenn er mal dagegen knallt. Der blöde Gummiüberzug ist jedoch zu weit und fällt sofort ab. Ihn muss man also ankleben. Zudem fanden wir es nicht so prickelnd, dass man vorne Löcher durch die Doppelstegplatten bohren müsste. Das haben wir einfach nicht getan, da wir eh einen automatischen Fensteröffner angebracht haben. Das ist echt wichtig, denn in dem Frühbeet wird es bei Sonne unglaublich schnell heiß und die Schildkröten könnten überhitzen. Da sie keine Wärme spüren, merken sie ja nicht, dass sie langsam kochen.

beckmann allgaeu 3

Frühbeet Typ Allgäu Modell 3 Größe 2 mit 123 x 107cm, 16mm Polycarbonat

Das Allgäu 3 haben wir dann später mitgenommen, da es besser in unser Balkongehege passt und stattdessen, dass Größere im Garten aufgestellt. Dieses Mal kannten wir die Tücken der Anleitung und waren recht fix fertig. Eines der beiden Dächer hat einen automatischen Fensteröffner, das andere Dach ist lose, damit wir es vom Weg aus öffnen und reinschauen können.

beckmann allgaeu 4

Frühbeet Typ Allgäu Modell 4 Größe 2 mit 123 x 136cm Polycarbonat

Fazit: Die Materialqualität ist 1A und seinen Preis wert. Die Frühbeete sind sehr stabil und alles ist bündig. Zudem sieht es auch wirklich gut und hochwertig aus. Die Aufbauanleitung ist dagegen nicht so klasse. Sie versaut einem echt die Lust, sodass man nach der dritten fehlenden Schraube alles am liebsten hinschmeißen würde. Kleine Zeichnungen sind schön und gut, aber eine kleine Schritt für Schritt Anleitung in Worten wäre schon angebracht und ist bei der Preisklasse sicher nicht zu viel verlangt. Wie gesagt, beim zweiten Mal klappte es dann besser.

Die Schildkröten sind happy. Das ist das Wichtigste. Sie sind alle ziemlich flott reingegangen und kamen auch wieder raus. Schon am ersten Abend haben sie alle drinnen in ihren gewohnten Holzhäuschen übernachtet.

 

31. August 2016
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Buchvorstellung: Der Schildkröten-Gärtner

Passend zur heutigen Verlosung dieses Buches, geben wir euch einen kleinen Einblick in die Inhalte, die euch erwarten.

Broschiert: 301 Seiten
Verlag: kleintierverlag
ISBN: 978-3-944484-09-9
Preis: 24,80€

Der Schildkroeten Gaertner

Hier eine kurze Zusammenfassung der Kapitel mit einem kleinen Fazit.

I. Fressverhalten in der Natur: Im kurzen, ersten Kapitel befinden sich viele Fotos aus dem Habitat der Europäischen Landschildkröte und ihrer natürlichen Ernährung im Laufe des Jahres.

II. Verbreitete Futtermittel: Im zweiten Kapitel räumt Thorsten Geier erst einmal mit ungeeigneten aber leider verbreiteten Futtermitteln wie Brötchen, Katzenfutter, Obst, Salat, Pellets etc. auf. Im Folgenden nennt er artgerechtes Futter, wie z.B. diverse Blüten, Blätter, Sepia, Heu und Wildkräuter.

III. Futterversorgung: Hier erklärt der Autor zunächst den Unterschied zwischen der Fütterung durch den Halter und der Selbstversorgung der Schildkröten im Gehege. Für die erste Variante geht er auf geeignete und ungeeignete Sammelstellen für gutes Futter ein und erklärt, woran man diese erkennt. Danach erklärt er, wieso er die zweite Variante, bei der sich die Schildkröten ihr Futter selber suchen, bevorzugt und welche Vorteile sie mitbringt.

IV. Naturnahe Haltung: In diesem Kapitel geht es nur teilweise um Futterpflanzen und stattdessen mehr um die gesamte Haltung, sprich auch um das Gehege im Allgemeinen und die Überwinterung der Schildkröten. Leser, die die bisherigen Bücher, wie z.B. „Fester Panzer – weiches Herz“ von Thorsten Geier kennen, werden hier bekannte Illustrationen wieder erkennen.

V. Geeignete Futterpflanzen: Hier werden die auf dem Cover erwähnten 65 geeignete Pflanzen jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt. Neben großen Fotos bekommt man hier Informationen über die zu erwartende Größe der Pflanze, die Futtermenge, ob eher Blatt oder Blüte von den Schildkröten gefressen werden, ob man besser fertige Pflanzen oder Samen kauft und die persönliche Einschätzung des Autors bzgl. der Eignung als Futterpflanze.

VI. Ungeeignete oder giftige Pflanzen: In diesem Kapitel werden 25 ungeeignete Pflanzen vorgestellt und als „ungeeignet“ oder gar „giftig“ markiert. Mit 25 Pflanzen, findet man hier deutlich mehr, als in den meisten anderen Büchern, die giftige Pflanzen thematisieren.

VII. Futteranbau im eigenen Garten: Hier findet man Empfehlungen und Anleitungen zu Utensilien/Werkzeugen, Erden, Keimung und Aussaat, Pikieren, Umtopfen, Auspflanzen, geeigneten Standorten, Gießen, Aufforsten, Krankheiten und Ungeziefer, Chemie, Gras, sogenannten Futterboxen, Winterschutz und Nachpflanzen.

VIII. Der Schildkröten-Gärtner in der Jahresübersicht: Wie der Name schon vermuten lässt, findet man hier eine Übersicht über das gesamte Jahr mit „Kalendereinträgen“. Im Anhang findet man noch einen leeren Kalender, den man selber ausfüllen kann.

IX. Bezugsquellen von Pflanzen und Samen: Hier wird man noch darauf aufmerkmsan gemacht, dass man z.B. auf das Verfallsdatum von Samen achten muss und frisch gekaufte Pflanzen, aufgrund des Düngers erst einmal nicht direkt zu den Schildkröten pflanzen darf.

X. Beispiele aus dem Zoofachgeschäft oder Zoo: Hier geht Thorsten Geier noch einmal auf die falsche Ernährung Europäischer Landschildkröten durch z.B. Obst und Salat ein, da diese leider immer noch in Zoofachgeschäften oder sogar bei Züchtern zusehen ist. Diese Ernährung sollte bei europäischen Arten keine Anwendung finden und daher nicht als Beispiel dienen.

XI. Irrtümer bei der Ernährung: Hier nutzt der Autor sechs Aussagen, wie man sie häufig in der Realität von Haltern zu hören bekommt. „Im Habitat wächst auch Obst…was der Schildkröte schmeckt, kann ihr nicht schaden“ heißt es z.B. in zwei der Aussagen, mit der Thorsten Geier dann auch direkt aufräumt.

XII. Futterumstellung: Je nachdem, mit welchem falschen Futter die betroffene Schildkröte bisher ernährt wurde, empfiehlt der Autor anhand von drei Beispielen eine radikale oder schrittweise Futterumstellung zu einer artgerechten, gesunden Ernährung. Das Buch hat ja bis hier hin ausreichend Hilfestellung gegeben, um diese umsetzen zu können.

XIII. Geschützte Pflanzenarten: Nicht alles was draußen wächst, darf auch gepflückt werden, denn nicht nur unsere Schildkröten sind geschützt. Es gibt auch einige Pflanzenarten die unter Naturschutz stehen. In diesem Kapitel gibt es eine kleine Liste, mit Pflanzen, die Schildkrötenhaltern häufig bekannt sind, jedoch unter Naturschutz stehen.

 

Fazit:

Auch wenn „Der Schildkröten-Gärtner“ ein wenig dicker, als die bisherigen Bücher aus der Schildkrötenreihe des Kleintierverlages ist, ist es trotzdem eine sehr angenehm zu lesende Lektüre. In zwei „Lese-Sessions“ hat man es locker durch. Flüssige Texte und anschauliche Bilder machen Lust dran zu bleiben.
Ähnliche Bücher, die sich mit dem Thema Schildkrötenfutterpflanzen beschäftigen, erklären häufig nur, woran man geeignete Pflanzen erkennt, damit man sie dann draußen finden und pflücken kann. „Der Schildkröten-Gärtner“ legt sein Hauptaugenmerk auf den Anbau dieser Pflanzen. So erspart man sich das Risiko falsche, gedüngte oder geschützte Pflanzen mitzunehmen.

Ich denke, dass man mit seinen Tips und Anleitungen mehr Vielfalt ins Gehege bringen kann und evtl. auch ohne grünen Daumen die ein oder andere Pflanze groß bekommt. Bei 65 Pflanzen ist sicher für jeden etwas dabei.

20. August 2016
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„Schildkröten im Fokus“ – Ausgabe 3/2016

Schildkroeten im Fokus 3_2016

Ab sofort ist die August-Ausgabe der „SCHILDKRÖTEN IM FOKUS“ lieferbar.


Schildkröten im Fokus, Ausgabe 3/2016, Inhalt:

Gunda Meyer de Rojas: Wachstum und Gewicht bei Europäischen
Landschildkröten: Über Sinn und Unsinn von
Gewichtskontrollen

Anika Suski: Sachkundenachweis – ein Befähigungsnachweis für Tierhalter

Hans-Jürgen Bidmon: „Zusammenfassungen wissenschaftlicher Arbeiten“, Rubrik „Wissenschaft im Fokus“

Bernd Pitzer: Von Brandstiftern, Pilzen und Blutsaugern: Schildkröten Griechenlands in Gefahr!

Timo und Nicole Schön: Entstehung eines Zimmerteiches für Wasserschildkröten

Thorsten Geier: AGROBS – Schildkröten-Futter aus dem bayerischen Alpenvorland

Der Schwerpunkt liegt dieses Mal bei Europäischen Landschildkröten. Das Cover wurde durch eine Facebook-Abstimmung ausgewählt. Über 100 Teilnehmer haben dabei für dieses Cover-Bild „geliked“. Vielen Dank an alle, die hierbei mitgemacht haben.

Diese Ausgabe ist für mich etwas ganz Besonderes, denn ich habe zum ersten Mal nicht nur korrekturgelesen, sondern auch meinen ersten Beitrag geschrieben 🙂
Mein nächster geplanter Artikel soll sich um das noch eher unbekannte Thema „Tiertransporte bei Schildkröten“ drehen. Dazu würde ich gerne eure Meinung zu diesem Thema erfahren und euch herzlich bitten an dieser Umfrage teilzunehmen. Die Umfrage dauert nur ein paar Minuten und ist selbstverständlich anonym. Ich danke euch 🙂

12. August 2016
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Zoobesuch: Zoo Hagenbeck in Hamburg

Wir waren im Mai in Hamburg unterwegs und machten eine Stadtrundfahrt. Dort erfuhren wir, dass der Hamburger Zoo in der Nähe sei. Es ist bei uns schon irgendwie Tradition geworden, dass wir den ortsansässigen Zoo besuchen, wenn wir in einer anderen Stadt sind, also fuhren wir sofort hin. Erst als wir fast da waren, wurde mir klar, dass es sich um den Zoo Hagenbeck handelt. Ich hatte das gar nicht mehr im Kopf, dass er in Hamburg ist, hatte aber schon so viel gehört oder in den Zoosendungen im TV gesehen.

Rechts neben dem Eingang zum eigentlichen Zoo steht ein Tropenaquarium. Man kann das Aquarium und den Zoo einzeln besuchen und zahlt für die Eintrittskarten jeweils 15€ als Erwachsener. Wir gingen zuerst in das Aquarium und waren überwältigt.
In den meisten Zoos hat man im Aquarienhaus einfach ein paar Süß- und Salzwasseraquarien, die in den Wänden eingelassen sind und evtl. mal ein paar große offene Becken.Zoo Hagenbeck Mata MataIm Tropenaquarium in Hagenbeck gibt es solche Becken zwar auch, jedoch gibt es darüber hinaus noch viel mehr. Als wir reinkamen standen wir in einer Art Tropenkuppel und vor uns saß eine Schar Lemuren. Den Weg entlang kann man immer wieder runter in klein Teiche schauen. Direkt in den ersten Teichen sahen wir eine große Fransenschildkröte, zwei Schlangenhalsschildkröten und einige Rotbauchspitzkopfschildkröten. An jedem Gehege gab es Ständer mit laminierten Steckbriefen zu den bewohnenden Arten.Zoo Hagenbeck Schilder

Nach der Tropenkuppel, in der auch einige sehr große Krokodile leben, liefen wir durch dunkle Gänge und kamen in das eigentliche Aquarium. In manchen Räumen, schaute man durch Bullaugen in riesige Becken, so als säße man in einem U-Boot. Ein Bereich wurde in eine Tropfsteinhöhle umfunktioniert, in der Fledermäuse lebten. In einer augenscheinlich offenen Ecke saß eine Spinne, die man mit einem Scheinwerfer suchen konnte. Schmale, unauffällige Wasserfälle an den Wänden und eine kleine Wasserrinne am Boden hindern die Spinne ihren Platz zu verlassen. Ameisenstraßen begleiten die Besucher meterweit durch die Flure in ihren Röhren. Ein Highlight war das Riesenbecken mit einer meterhohen und meterbreiten Glasfront. Von hier aus, konnte man das „U-Boot“ sehen, von welchem man aus vorher in das Becken schauen konnte.

Nach dem Tropenaquarium gingen wir in den eigentlichen Zoo. Die Gehege sind liebevoll gestaltet. Die Tiere haben mehr Platz als in vielen anderen Zoos, ohne in ihren Gehegen zu verschwinden.

Hier war mein Highlight natürlich das Gehege der „Riesenschildkröten“. Diese saßen aufgrund des schlechten Wetters in ihrem Schutzhause und dösten vor sich hin.Zoo Hagenbeck RiesenschildkroetenhausZoo Hagenbeck Riesenschildkroeten

Warum ihr Indoorteich leer war, weiß ich leider nicht.

Die Tour durch den Zoo war klasse. Ich habe einen Elefantenrüssel gestreichelt, war in einem Kühlraum mit Pinguinen, an einem Wellenbecken für Seevögel, habe Bären baum zauseln beobachtet, einen Tiger beim Posieren erwischt und schwergewichtige aber doch irgendwie filigrane Walrösser unter Wasser gesehen. Ich ärgere mich sehr, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte und auf mein Handy zurückgreifen musste.

1. August 2016
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Steckbrief: Die Spornschildkröte (centrochelys sulcata)

Deutscher Name: Spornschildkröte
Wissenschaftlicher Name: Centrochelys sulcata
Schutzstatus:
Die Spornschildkröte wird in der roten Liste als gefährdet und im Washingtoner
Artenschutz-Übereinkommen im Anhang II als bedrohte Art geführt. Das bedeutet, sie
benötigt in menschlicher Obhut einen lückenlosen Herkunftsnachweis und muss auf jeden
Fall beim zuständigen Amt gemeldet werden.

sulcata

Merkmale und Aussehen:
Der abgeflachte, ovale Rückenpanzer (Carapax), verfügt über gebogene Randschilde mit gesägtem Hinterrand.

Das Schwanzschild ist meist ungeteilt und nach unten hin gebogen. Die Wachstumsringe sind stark ausgeprägt und bleiben auch im Alter meistens noch sehr gut sichtbar. Markantes Merkmal für diese Art sind die vorne liegenden, nach oben gebogenen und gegabelten Kehlschilde (Gulare), die über den Rand des Rückenpanzers hinausragen und bei Männchen sehr viel stärker ausgeprägt sind, als die der Weibchen. Die Panzerfärbung geht von braun, oliv über gelborange bis cremefarben. Diese Zeichnung ist vor allen Dingen bei juvenilen Tieren sehr ausgeprägt und intensiv, verblasst dann aber mit dem Alter ein wenig. Auch der Bauchpanzer weist deutlich erkennbare Wachstumsringe auf. Die einzelnen Schilde umrahmen die flachen Areolen der Wirbel- und Rippenschilder und sind an den Rändern deutlich dunkler abgesetzt. Die Haut mit ihren starken und sehr robusten Schuppen ist beige und geht stellenweise ins Gelbliche über. Namensgebend ist der bei beiden Geschlechtern vorhandene, auffällige Sporn (meistens zwei oder drei an jeder Seite) an den Oberschenkeln der Hinterbeine.

An den Vorderfüßen befinden sich je fünf, an den Hinterfüßen je vier sehr kräftige Krallen. An den Vorderfüßen findet man besonders große und abgeflachte Nägel, deutlich breiter als an den eher rund erscheinenden Hinterbeinen mit den kleineren Hinterkrallen.

Größe:
Für wildlebende Spornschildkröten wird eine maximale Rückenpanzerlänge von 83 cm angegeben, verbunden mit einem Gewicht von bis zu 105 kg. Tiere in Gefangenschaftshaltung werden laut einigen Quellen noch größer und schwerer, aber wirklich verlässliche Angaben liegen jedoch bis heute nicht vor.

Geschlechtsunterschiede:
Die Spornschildkröte zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus.

Nur Jungtiere sind schwierig und nicht wirklich eindeutig nach Geschlechtern zu unterscheiden. Mindestens 10 kg Körpergewicht sollte eine Spornschildkröte wiegen, bevor man ihr Geschlecht mit Sicherheit bestimmen kann.

Männliche Tiere werden größer als die weiblichen, die meistens nur 60-70cm Körperlänge erreichen und etwa 45-60 kg wiegen. Männchen besitzen einen deutlich nach innen gewölbten, konkaven Plastron und einen sehr viel längeren und kräftigeren Schwanz. Auch sind bei ihnen die Randschilde höher aufgebogen, die Oberschenkelsporne größer und die Kehlschilde stärker ausgeprägt.

Natürlicher Lebensraum:
Das Verbreitungsgebiet der Spornschildkröte ist die afrikanische Sahelzone, die im Süden an die Sahara angrenzt, Äthiopien, Ägypten, Benin, Eritrea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Somalia, Sudan, Tschad und Togo.

Sie wurde in einigen Teilen dieser Verbreitungsgebiete allerdings von Menschen eingebürgert.

In einigen Teilen des Verbreitungsgebietes muss die Population als gefährdet eingestuft werden.

Die Spornschildkröte ist eine Bewohnerin von drei unterschiedlichen Vegetationszonen. Dazu zählen trocken-heißes Grasland mit Halbwüstencharakter, belaubtes Buschgebiet und Grasland mit größerem Akazienbestand. Tagestemperaturen von über 40 °C sind in ihrem Verbreitungsgebiet die Regel. Selbst 50 °C können in einigen Fällen und Gebieten erreicht werden. Die Temperatur-Minimalwerte liegen bei 3-21 °C. In einigen Biotopen kann es aber gelegentlich auch zu Nachtfrösten kommen. Die spärliche Vegetation im Lebensraum der Spornschildkröten besteht überwiegend aus verschiedenen Akazienarten, Affenbrotbäumen, Tamarinden, Dornbuscharten, Langfäden und aus diversen wilden Hirsearten, Panicum sp., Stachelgräsern und einem spärlichen, meist einjährigen Bewuchs an Kräutern und Gräsern.

Verhalten:
Lebensweise in der freien Natur:
Spornschildkröten sind wechselwarme Reptilien, die saisonale und Tages Temperaturschwankungen durch angemessene Verhaltensweisen minimieren müssen, um so eine geeignete Körpertemperatur aufrechterhalten zu können. Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Art der Thermoregulation das Aufsuchen von der Jahres- und Tageszeit angemessen Unterschlupfmöglichkeiten.

Dafür nutzen Spornschildkröten Wohnhöhlen im Boden, die bis zu 4 m tief und 15 m lang sein können. Wenn vorhanden, werden die verlassenen Bauten anderer Tiere genutzt. Aber ab einem Alter von 2-3 Jahren graben Spornschildkröten mit ihren kräftigen Vorderbeinen und teilweise mit den gabelförmigen Kehlschilden auch selbst unterirdische Gänge. Meist nutzen sie nicht nur eine einzige Höhle sondern „besitzen“ mehrere, die gelegentlich mit anderen Spornschildkröten und sogar anderen Tierarten geteilt werden. In der kühleren Jahreszeit verlässt die Spornschildkröte bereits morgens ihre Höhle und wärmt sich auf, bevor sie auf Nahrungssuche geht. In der heißeren Jahreszeit wird sie dagegen oft erst in den Abendstunden aktiv. In den Zwischenperioden ist sie häufig zweiphasig aktiv, das heißt sie kehrt in der heißen Tageszeit in ihre Höhle zurück. Insbesondere die feuchtere Jahreszeit wird intensiv genutzt, wohingegen die heißen Trockenperioden zum Schutz vor Austrocknung ebenfalls inaktiv in der Erdhöhle überdauert werden müssen. Während dieser Sommerruhe werden, ähnlich der Winterstarre anderer Arten, Stoffwechsel und Herzschlag stark heruntergefahren.

Lebensweise in menschlicher Obhut:
Da Spornschildkröten wechselwarme Reptilien sind, müssen wir ihnen hier bei uns in Deutschland (Europa), immer genügend alternative „Sonne“ zur Verfügung stellen, um den wichtigen und nötigen Bedarf an UV Licht zu bieten. Dieses geht hier leider nur mit geeigneten UV- Lampen, denn unser Sommer ist zu kurz, die Sonne nicht so stark und der Winter natürlich auch einfach zu kalt. Da sie bei uns bei zu viel Hitze oder Kälte keine (bis zu 15 Meter lange) Tunnel graben sollen, müssen wir auch hier geeignete Alternativen und kühlere Orte, Höhlen und Schlafmöglichkeiten bieten können um ihnen auch dort gerecht zu werden.

Das Wichtigste jedoch ist, sie brauchen viel Platz, denn Spornschildkröten sind unheimlich lauffreudig und haben einen großen Bewegungsdrang, der auch in der kälteren Jahreszeit geboten werden sollte.

Ernährung:
Nahrung in der Natur:
Die Spornschildkröte ernährt sich überwiegend vegetarisch. Je nach Saison sind das frische, grüne Triebe von Sukkulenten, Kräutern und Gräsern, in den allermeisten Fällen aber trockene und abgestorbene Pflanzenteile, weil Niederschläge in ihrem Verbreitungsgebiet selten sind und manchmal Monate- bis sogar auch Jahre ausbleiben können.

Zu den bevorzugten Nahrungspflanzen gehören Knopfgras, Dactyloctenium aegypticum, und Finger-, Faden- bzw. Zwerghirse Digitaria sp., Eragrostis sp., außerdem Senna (syn. Cassia) obtusifolia sowie sukkulente Pflanzen wie Tagblumen Commelina benghalensis und Sommer-Portulak Portulaca oleracea. Darüber hinaus werden auch Insekten erbeutet und auch Aas, Knochen und Kot von Säugetieren gefressen.

Weil ihr nur selten ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, geht die Spornschildkröte sehr sparsam mit Wasser um und scheidet nur äußerst geringe Mengen an Urin aus, an Volumen sogar weniger als die wesentlich kleineren europäischen Landschildkröten.

Nahrung in menschlicher Obhut:
Hier sind die Spornschildkröten eigentlich reine Vegetarier , mit Ausnahme einer erbeutete Schnecke oder vielleicht eines Regenwurmes, die aber wirklich nur eine Ausnahme sein sollten.

Im Gegensatz zur eher trockenen Natur, sollte man ihr täglich frisches Wasser in Schalen anbieten, welches sie dann auch sehr gerne zum Baden nutzen.

In den Sommermonaten sollte man ihr die Möglichkeit bieten, sich selber das Fressen suchen und rupfen zu können, was jedoch nicht zu Eiweißreich oder Schadstoffbelastet sein darf und in den Wintermonaten sollte man ihr getrocknetes Heu zur freien Verfügung anbieten.

Auf Obst oder Gemüse, Salat oder ähnliches, sollte so gut wie ganz verzichtet werden, da diese zu wenige wichtige Inhaltsstoffe haben und vor allem auch zu eiweißhaltig sind. Außerdem begünstigen sie Parasiten und Wurmbefall im Darm, Höckerbildung und zu schnelles Wachstum.

Schön ist es, wenn man schon in den Sommermonaten selber sammelt und selber Heu von mageren Wiesen trocknet.

Als Ersatz für die Knochen, die sie in der freien Natur aufnehmen, kann man ihnen hier Sepiaschalen, Algenkalk oder auch Eierschalen anbieten, um den nötigen – und für das feste Wachstum des Panzers wichtigen Kalziumgehalt abdecken zu können.

Wichtig:
Obst, Gemüse, Hunde oder Katzenfutter, Nudeln oder ähnliches, was man früher, aus Unwissenheit gegeben hat, sollten nicht auf dem Speiseplan von Sulcatas stehen.

 

Fortpflanzung in freier Natur:
Der Eintritt der Geschlechtsreife ist bei Schildkröten weniger an ein bestimmtes Alter als eine bestimmte Größe bzw. Gewicht gebunden. Spornschildkröten werden etwa mit 15-20 kg geschlechtsreif, ein Gewicht, das Weibchen in der Natur mit etwa 10-12 Jahren erreichen, Männchen in den meisten Fällen erst etwa 3 Jahre später. Bei Gefangenschaftshaltung kann die Erwachsenengröße schon wesentlich früher erreicht werden.

Die Paarungszeit der Spornschildkröte ist nicht auf eine bestimmte Jahreszeit beschränkt, kühlere und feuchtere Monate werden aber bevorzugt.

Die Männchen suchen aktiv nach Weibchen und müssen dazu oft sehr weite Strecken zurücklegen (10-20 km, teilweise deutlich mehr). Haben sie ein Weibchen gefunden, versuchen sie dieses durch Rammen gegen den Panzer bzw. Bisse in Kopf und Extremitäten an der Flucht zu hindern.

Dabei kann es zu schweren Paarungsverletzungen kommen, teilweise mit Todesfolge. Hat es das Männchen geschafft aufzureiten, dauert die Paarung etwa 15 min, wird aber in der Regel mehrfach am Tag wiederholt. Das Männchen stößt dabei heisere Grunzlaute aus, die weithin zu hören sind. Gelegentlich kommt es zu Revierkämpfen unter den Männchen, die ähnlich heftig ablaufen wie die Paarung, mit kräftigen Bissen und Rammstößen von Panzer und Kehlschild.

Etwa einen Monat nach der Paarung kommt es zur Eiablage, bevorzugt im feuchteren Wurzelbereich von Buschwerk. Die Eiablage erfolgt in bis zu 9 Gelegen pro Jahr, meist sind es jedoch 2-3, mit jeweils bis zu 40 Eiern pro Gelege. Die Eier werden in selbst gegrabene, tiefen Erdmulden gelegt, die nach erfolgter Eiablage wieder sorgfältig und unauffällig für Außenstehende, verschlossen werden. Die Jungtiere schlüpfen in der Natur bevorzugt kurz vor Einsetzen der Regenzeit und deshalb nach sehr unterschiedlicher Brutzeit, im Durchschnitt ca. 120 Tage.

Aber auch wesentlich längere Inkubationszeiten sind beschrieben. Beim Schlupf wiegen die Jungtiere durchschnittlich etwa 40 g und sind etwa 5 cm lang.

Fortpflanzung in menschlicher Obhut:
In menschlicher Obhut tritt die Geschlechtsreife einer Spornschildkröte meistens zwischen dem 8. – 10. Lebensjahr ein, einfach – weil die Spornschildkröte in Gefangenschaft schneller an Gewicht zu legt, da es hier mehr, öfter und auch regelmäßiger, gehaltvollere Nahrung gibt und diese auch viel eiweißhaltiger ist, als das Nahrungsangebot im natürlichen Habitat.

Auch in unseren Breitengraden ist die Paarung nicht an eine bestimmte Jahreszeit gekoppelt und das Werben um die Weibchen verläuft hier genauso wie in den Ursprungsgebieten. Genau so kann es natürlich auch zu schweren Paarungsverletzungen kommen. Hierbei ist es wichtig, dass man jederzeit die Möglichkeit hat, die jeweiligen Geschlechter zu trennen, denn wenn ein Männchen zu häufig aufreiten möchte und das Weibchen ständig bedrängt, kann es zu extremen Stress für das Weibchen führen und es auf Dauer dadurch auch sehr krank machen.

Hier bei uns begegnen sie sich ja ständig und nicht so wie in der Natur (s.o.) . Auch sollte hier ein Männchen immer mit mehreren Weibchen zusammengehalten werden, um diese dahingehend zu entlasten. Eine Spornschildkröte mit einem weiteren männlichen Tier zusammen zu halten, geht selten gut und nur in ganz seltenen Ausnahmefällen., wenn dort kein Weibchen lebt. Ansonsten kommt es zu den schon erwähnten Konkurenzkämpfen. Die Eiablage erfolgt in menschlicher Obhut, wie auch in freier Natur und deswegen müssen wir hier auf geeignete Ablageplätze achten. Legehügel oder Sandgruben sind unumgänglich, ansonsten laufen wir Gefahr, dass unsere Tiere eine Legenot bekommen und das kann zu schweren Problemen führen.

Wollen wir züchten, müssen wir die Eier in einen dafür geeigneten Inkubator überführen und bei ca. 32 Grad, ca. 60 -90 Tage auf den Schlupf warten. Nach dem Schlupf werden die Jungtiere genauso gehalten, wie auch die Erwachsenen Tiere.

Empfohlene Literatur:
=>Holger Vetter: „Panther- und Spornschildkröte – Stigmochelys pardalis und Centrochelys sulcata“, Schildkrötenbibliothek Band 1, Edition Chimaira, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-89973-501-3
=>Lambert, M. R. K. (1993): On growth, sexual dimorphism, and the general ecology of the African spurred tortoise, Geochelone sulcata, in Mali. – Chelonian Conserv. Biol. 1(1): 37-46

Bezugsquellen:
Wikipedia,
Buch: Holger Vetter: „Panther- und Spornschildkröte“,
eigene Erfahrungen und Erfahrungen anderer Sulcatahalter

Autor und Foto:
Iris Ellers

 

Diesen und viele andere informative Haltungsempfehlungen findet ihr auch auf der Website der IGSN.

 

29. Juli 2016
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Ein neues Zuhause für zwei Emyduren

Vor einiger Zeit habe ich mal über die beiden Rotbauch-Spitzkopfschildkröten (emydura subglobosa) aus der Nachbarschaft geschrieben, da sie krank waren. Mittlerweile haben sie sich zu zwei Emyduren- Damen entwickelt.

Nach langem Hin und Her hat sich der Besitzer im Zuge eines Umzuges entschieden, die beiden abzugeben und bat mich ihn dabei zu unterstützen.

Ich setzte Anzeigen in alle möglichen Schildkrötengruppen auf Facebook und bat möglichst um Abholung. Die Zeit lief ab, da der Nachbar nur noch einen halben Monat die Wohnung hatte. Am liebsten hätte ich gesagt er solle sich selber kümmern, da er für Fotos oder Fragen nie verfügbar war und sich das Ganze dadurch auch ewig hinzog. Aber das brachte ich dann den Schildkröten zuliebe nicht übers Herz.

Glück im Unglück. Zwei Halter aus unserer kleinen „Schildkrötenfamilie“ entschieden sich letztendlich jeder eine zu nehmen. Beide sind super erfahren und ich freue mich, das die Emyduren zu ihnen kommen. Da kann ich sie auch mal besuchen 🙂

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Am 29.05. konnte ich die Emyduren dann abholen und einpacken. Eine von ihnen saß auf dem „Landteil“ und ich erschrak, als ich sie sah. Sie war voller heller Flecken und ich fürchtete erst, dass sie wieder krank waren. Das hätte die Abgabe erschwert, da sie eigentlich direkt zu ihren neuen Emydurenfreunden gesetzt werden sollten.

Zum Glück war sie einfach nur im Plattenwechsel. Da die beiden zuvor noch nie eine Wärmelampe gesehen haben, klappte das nicht so gut.

Nach wenigen Wochen in ihrem neuen Zuhause haben sich die beiden richtig gemausert und sind kaum wieder zuerkennen. Die fleckigen Hornschilde sind Geschichte und auch die blasse Hautfarbe wird allmählich dunkler. Ich freue mich riesig für die beiden!

 

26. Juni 2016
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Zoobesuch: Burgers´Zoo

Heute waren wir im Burgers´ Zoo in Arnheim. Dort haben wir neben vielen anderen Tieren auch ein paar Schildkröten entdecken können, wenn auch nicht viele.

Im „Bush- Haus“ gab es große Köhlerschildkröten zu sehen. In den Niederlanden nennt man sie Kolenbranderschildpad. Eine hat uns ausgiebig angegähnt.

Kolenbranderschildpad

Im „Mangroven-Haus“ haben wir uns vor dem kurzen Unwetter versteckt und fanden dort zwei weitere Arten. Drei emyduren paddelten im Wasser umher und zwei saßen in ihrem Pool auf einer Insel, inmitten des Wasserschildkrötenbeckens.

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Bei den Gorillas wohnten ein paar Schmuckschildkröten im Wassergraben. Sicher wieder ausgesetzte Tiere.

Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es regnete nur als wir eigentlich schon durch waren. Durch die vielen Häuser (Bush, Mangrove, Desert, Ocean) wäre mehr Regen aber auch nicht so schlimm gewesen.

 

2. Juni 2016
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Die Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V. mehr als nur ein Tierheim für Schildkröten

Heute möchte ich damit beginnen unterstützenswerte Vereine und Stationen vorzustellen. Den Anfang macht die Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V., in der ich ehrenamtlich tätig bin. In der Regel schreibe ich solche Texte zwar selbst, aber die erste Tierheimleiterin Barbara Klobusch, hat erst vor Kurzem einen so schönen und ausführlichen Text für das Begleitheft des 1. NRW Schildkrötenwochenendes verfasst, dass es eine Schande wäre ihn nicht zu verwenden. So können ihn auch Schildkrötenfreunde lesen, die es nicht zu der Veranstaltung geschafft haben und demnach kein Heft besitzen.
Schildkroetenauffangstation Dorsten e.V. Mai 2016
„Eigentlich begann die Liebe zu den Schildkröten vor nicht allzu langer Zeit – es ist ca. 20 Jahre her, als ich die erste Wasserschildkröte wegen Zeitmangel geschenkt bekommen habe… zu groß geworden für das Aquarium, der ständige Wasserwechsel viel zu aufwendig und der vorhandene Teich bei mir war ja vielleicht die optimale Lösung. Im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich nicht die Erfahrung machen können, dass genau diese Tiere für 5,00 DM damals in kleinen Plastikbechern samt Schwimminseln angeboten wurden. Also kam „Schildi“ zu mir und zog in unseren großen Gartenteich ein, verschwand und war nicht mehr zu sehen – mit meiner späteren Erkenntnis völlig klar – es war Herbst/Winter und die Dame schlief. Daher war die Freude groß, sie im Frühjahr wieder zu sehen. Und dann kamen die nächsten Tiere, weil ja viele Leute wussten: „Boah – Barbara hat einen großen Teich – dort leben die Lieblinge bestimmt besser als bei mir.“ So gingen viele Jahre ins Land. Ich nahm Wasserschildkröten auf, vermittelte diese an interessierte Halter – und achtete schon damals darauf, dass es ihnen in ihrem neuen Umfeld gut geht – und sie soweit es ging, artgerecht gehalten werden. Zudem kamen nunmehr auch die ersten Landschildkröten zu mir.
Die Informationen für eine artgerechte Haltung von Schildkröten waren damals ja noch recht spärlich und nur durch viele Recherchen und Nachfragen bei einigen Fachleuten konnte ich mein Wissen ausbauen. 2009 war dann der Zeitpunkt gekommen, um den Verein „Schildkrötenauffangstation Dorsten e.V.“ zu gründen. Ausschlaggebend hierfür war eine Operation am offenen Panzer. Damals wurde ein Spielzeug aus dem Darm einer Testudo hermanni (griechische Landschildkröte) entfernt, indem der Panzer geöffnet werden musste.
Unsere Lokalzeitung brachte hierüber einen kleinen Beitrag – und dann war kein Halten mehr in Sicht: Am nächsten Tag türmten sich die Anfragen von weiteren Pressestellen, z.B. Bild-Zeitung, das Lokalfernsehen WDR berichtete über die Operation, – und das Telefon stand nicht mehr still. Es war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich diese massiven Anfragen bezüglich Aufnahmen/Vermittlungen, Anfragen wegen artgerechter Haltung etc. nicht mehr alleine stemmen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich keinen Überblick darüber, wie viele Menschen doch Schildkröten halten und vor allem für Informationen dankbar waren – bzw. wie viele Menschen nunmehr ihren Lieblingen eine neue artgerechte Haltung ermöglichen wollten. Wie gesagt: Juni 2009 fanden sich sieben Gründungsmitglieder ein, um den Verein zu gründen. Gleichzeitig wurde die Gemeinnützigkeit wegen des Tierschutzes vom Finanzamt anerkannt und vom Veterinäramt die Tierheimanerkennung vergeben. Ebenfalls wurden wir dann noch Mitglied im Landestierschutzverband.
 schildkroetenauffangstation dorsten 3
Als wir dann noch im Gründungsjahr des Vereines 2009 bundesrepublikweit die erste große kontrollierte Überwinterungsmöglichkeit für Schildkröten anboten, war es endgültig um uns und unseren Verein geschehen. Die Firma Siemens hat uns 15 große Kühlschränke gesponsert, damit wir durch die professionelle und kontrollierte Überwinterung von Schildkröten Dritter unsere Kosten decken können. Danach folgten viele Presse- und Fernsehberichte über uns – wir wurden bekannter und größer. Somit folgten auch viele Sponsoren unserem ständigen Hilferuf, und viele weitere Mitglieder konnten gewonnen werden. Neben der Liebe zu den Tieren fanden gleichzeitig aber auch viele fleißige Hände den Weg zu uns – denn nur ein Team konnte nunmehr die viele Arbeit bewältigen – sei es die Tiere zu versorgen oder die überhäuften administrativen Leistungen abzuarbeiten. Im Jahre 2012 bekamen wir sogar eine Tierheimförderung vom Land Nordrhein- Westfalen in Höhe von 11.000 Euro, damit wir unsere Station ausbauen konnten.
Ich könnte jetzt noch so viel über unsere Station schreiben – aber das würde den Rahmen absolut sprengen … daher setze ich jetzt mal ein kurzes Fazit über die derzeitige Situation:
Mittlerweile können wir als Verein mehr als 120 Mitglieder verzeichnen und haben viele Sponsoren, die unsere Tätigkeit unterstützen. Insgesamt beherbergen wir dauernd ca. 120 Schildkröten hier auf Station, die ständig und je nach liquiden Mitteln weiter ausgebaut wird. Während der Hochsaison von April bis Oktober bieten wir neben den monatlichen Kräuterexkursionen, die zur artgerechten Ernährung von Schildkröten aufklären, auch viele Informationsgespräche an. Wöchentlich kommen bis zu 50 Besucher nach Terminabsprache zur Station – sei es um sich über die artgerechte Haltung zu informieren, ihre Lieblinge bis zur weiteren Vermittlung in guten Händen zu wissen oder sich in Schildkröten zu verlieben, um ihnen ein neues gutes zu Hause zu geben. Aber auch viele Kindergartenkinder sowie Grundschulen und auch viele behinderte Menschen besuchen unsere Station.
Seit Anfang/Mitte 2015 konnten wir nun auch den Zusammenschluss mit der IGSN (Interessengemeinschaft Schildkröten und Nachzucht e.V) sowie der Vive (Vivaristische Vereinigung e.V.) erzielen – welche alle das Ziel verfolgen, nicht nur die artgerechte Haltung von Schildkröten in den Vor-
dergrund zu stellen, sondern vor allem Aufklärung für exotischen Tiere anzubieten.
Mit dem Projekt „NRW-Schildkrötenwochenende“ wurde wiederum ein Meilenstein im Bereich der Aufklärung sowie Knüpfung neuer Schildkrötenliebhaber gesetzt. Daher bitten wir Sie weiterhin um Ihre Unterstützung – egal in welchem Bereich – egal ob Sie eine Patenschaft für eines unserer Tiere übernehmen wollen oder uns nur durch eine finanzielle Spende unterstützen – bitte helfen Sie uns und den Tieren für ein artgerechtes weiteres Leben. Ihre Barbara Klobusch“
Auch ich möchte noch kurz darum bitten, diese Station zu unterstützen. Barbara Klobusch hat zwar ein klasse Helferteam, welches sie liebendgern tatkräftig und ehrenamtlich unterstützt, aber dennoch sind wir u.a. auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Es ist also egal, ob man eine Mitgliedschaft für 15€ beantragt, bei Veranstaltungen und Umbauarbeiten vor Ort hilft oder Geld- und Sachspenden zur Verfügung stellt. Jeder Beitrag hilft uns, die Schildkröten zu versorgen, uns an Artenschutzprojekten zu beteiligen oder Aufklärungsarbeit zu leisten, um die Schildkrötenhaltung nachhaltig zu verbessern. Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, damit es vielen Schildkröten hoffentlich bald besser ergeht. Es lohnt sich. 🙂
Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht

Das gesamte Helferteam. Ein besseres Team gibt es nicht